Albert (Heinr.), deutscher Liederdichter und Komponist, geb. zu Lobenstein im Vogtlande 28. Juni 1604, studierte in Leipzig die Rechte, widmete sich aber dann in Dresden ganz der Musik, lebte seit 1626 in Königsberg in Preußen, wo er 1631 Organist an der Domkirche wurde und 6. Okt. 1651 starb. Er wurde der Mittelpunkt eines daselbst sich bildenden Dichter⸗ und Freundeskreises, zu dem Roberthin und Simon Dach gehörten. A.s Gedichte, die er, wie die seiner Helen. selbst in Musik setzte, gehören zu dem Ran was die Lyrik jener Zeit hervorgebracht hat. Namentlich gilt dies von A.s Kirchenliedern, unter denen das Morgenlied: „Gott des Himmels und der Erdeno, die Sterbelieder: Zum Sterben ich bereitet bind und (Einen guten Kampf hab' ich auf der Welt gekämpfety noch jetzt gesungen werden. Die meisten Lieder der Genossenschaft sind nebst A.s Melodien gesammelt in seinen Arien v (8 Tle., Königsb. 1638 —50) und in dem Poetisch-musikalischen Lustwäldleino(Königsb.). A.s (Musikalische Kürbshütter (Königsb. 1641) ist eine Sammlung von 12 dreistimmigen kurzen Strophen, die er auf die Kürbisse seines Gartens, in dem sich die Freunde oft versammelten, geschrieben hatte. Eine Auswahl seiner Gedichte enthält Müllers «Bibliothek deutscher Dichter des 17. Jahrh.y (Bd. 5, Lpz. 1823).