Albrecht, Herzog von Braunschweig, wegen seiner Körperlänge auch der Große genannt, geb. 1236, war der Sohn Ottos des Kindes, des ersten Herzogs von Braunschweig-Lüneburg, nach dessen Tode er 1252 die Ivesten Wender mole welche er später mit seinem zweiten Bruder Johann teilte, während die beiden jüngsten Brüder Konrad und Otto in den geistlichen Stand traten und die Bistümer Verden und Hildesheim erwarben. A.s 350 Albrecht J. (Herzog von Mecklenb Leben, das in die Blütezeit des Faustrechts und in das sog. Interregnum fiel, verlief in unaufhörlichen Fehden, unter anderm schon 1252 für Ottokar von Böhmen gegen Ungarn; dann gegen den Herzog Erich von Schleswig für die Königin Margarete von Dänemark und deren Sohn Erich Glipping, welche von jenem in der Schlacht auf der Loheide 1261 gefangen waren und durch A.s Dazwischentreten befreit wurden; endlich bei Gelegenheit des Io ser Erbfolgestreites, wie schon früher einmal, für seine Schwiegermutter Sophie von Brabant. Doch wurde er 27. Okt. 1263 bei Besen-Ruuds zwischen Wettin und Halle, von dem Schenk udolf von Vargula und den Söhnen des Markgrafen Heinrich überfallen und in Merseburg über ein Jahr eingekerkert, bis er sich durch 8000 Mark Silber und Abtretung der welsfischen Städte und Schlösser an der Werra wieder loskaufte. Nachdem er sich 31. Mai 1267 mit seinem Bruder Johann zu Quedlinburg über die Teilung der welfischen Erblande, die seitdem nie wieder vereinigt wurden, derart vereinbart, daß ihm selbst Braunschweig-Wolfenbüttel, diesem aber Lüneburg und Hannover zufiel, suchte er noch durch Kauf und Fehden sein Besitztum zu erweitern. A. starb 15. Aug. 1279.