FeedAlbrecht VII.
GeschichteBrockhaus 1882

Albrecht VII., auch Albert genannt, Erzherzog von Ssterreich, geb. 13. Nov. 1559, der sechste Sohn Kaiser Maximilians II., wurde bei Philipp II. von Spanien erzogen. Für den geistlichen Stand bestimmt, wurde er 1577 Kardinal, später Erzbischof von Toledo und bekleidete von 1584 96 die Würde eines Vizekönigs von Portugal. In letzterm 4 20 ernannte ihn Philipp II. zum Statthalter der Niederlande, wo er bis an seinen Tod der Repräsentant des span. Monarchen blieb und dieser Aufgabe nicht ohne Takt und Würde ent-I. Den langjährigen Krieg mit Frankreich, in en er noch mit Erfolg eingriff, beendigte bald der Friede von Verviers (2. Mai 1598). Um dieselbe Zeit brachte Philipp den Plan zur Ausführung, den Niederlanden eine größere Selbständigkeit zu geben. Er übertrug daher seine Rechte daran seiner Tochter Isabella und bestimmte ihre Hand dem Erzherzoge A. Dieser trat aus dem geistlichen Stande und % die Infantin als seine Gemahlin heim (18. April 1599). Seine kriegerische Thätigkeit hatte auch nach Verviers kein Ende, denn der Krieg gegen die 2—.———1 Provinzen nahm seinen Fortgang. Berühmt sind A.s Kämpfe gegen Moritz von Oranien um 923. e (1600) und die Belagerung Ostendes, das A. erst nach mehr als drei Jahren 1604 bezwang. Der 12jährige Waffenstillstand, den er 1609 abschloß, gab ihm Gelegenheit, für die Blüte des Landes mit regstem Eifer zu sorgen. Er starb im Juli 1621.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 344Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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