FeedAllöri (Alessandro)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Allöri (Alessandro), auch Bronzino genannt, Maler, geb. zu Florenz 3. Mai 1535, gest. 22. Sept. 1607, ein Neffe und Schüler des Angelo Bronzino, ist den eifrigen Nachahmern des Michel Angelo zuzuzählen, wobei übrigens seine Kompositionen meist als nüchterne Variationen von Schöpfungen jenes 4 ein Meisters erscheinen. Außerdem entfaltet ein außerordentliches Talent im Entwerfen m:ytholog. Kompositionen. Sein Sohn 9.162, [fäno A., geb. zu Florenz 17.Okt. 1577, gest. 1621, steht an der Spitze des neuen Aufschwungs der Malerei, welcher zu seiner Zeit in Florenz stattfand, und zeichnet sich durch Originalität, Ausdruck eines lebensvollen Gefühls und weichen Schmelz des Kolorits aus. Seine Muster waren Cigoli und Pagani, sein Ideal die Erreichung einer mehr realistischen Wahrheit an Stelle der von seinem Vater und den übrigen spätern 3. Maneen Michel Angelos gepflegten trockenen Manier. Vater und Sohn gerieten dadurch in heftigen Zwiespalt, der schließlich zur Trennung führte. Sein Meisterwerk ist die Judith (im Palast Pitti zu Florenz, Wiederholungen in Wien u. a. O.). Der Künstler soll in der Judith das Bildnis seiner stolzen Geliebten Mazzafirra, in dem Leichenhaupte des Holofernes sein eigenes gemalt haben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 440Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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