Ammanati (Bartolommeo), Bildhauer und Baumeister, 2u e sich namentlich um Florenz, in dessen Nähe zu Settignano er 18. Juni 1511 geboren wurde und wo er 22. April 1592 starb, verdient durch die kunstvolle Arnobrücke, welche den Namen Sta.⸗Trinità führt, dann als Vollender des Palastes Pitti sowie durch andere Bauten. saler u glücklich war er als Bildhauer; sein kolossaler Neptun am Brunnen des Platzes der Signoria zu Florenz legt die ärgste Verwechselung des Massiven mit dem Riichel an den Tag, wie es bei den Nachahmern ichel Angelos oft vorkommt. So wie dieser Fehler auch an den spätern Werken des Meisters (dem Hercules von Padua, den Grabdenkmälern) sichtbar ist, blieben ihm dagegen aber auch gewisse Vorzüge in der Körperbildung u. s. w. Ohne Zweifel bedeutender ist er als Architekt, obgleich er schon auf der Grenze zwischen der Hochrenaissance und dem Barocktil steht. Er hat sich auf diesem Gebiete auch als Theoretiker versucht. A. war Schüler Bandinellis und Sansovinos und studierte die Skulptur nach Michel Angelos Werken. Außer Florenz besitzen Pisa, Padua, Venedig, Rom und Neapel Werke von ihm. Ammann, soviel als Obmann, Amtmann, ist in der Schweiz in mehrern Kantonen, besonders in Graubünden, die wolerfe für die Bezirks⸗ und Gemeindevorsteher, welche jedoch mehr und mehr dem modernen Titel Präsidento Platz macht. Der Titel Landammann für Regierungspräsident ist noch in den Kantonen St. Gallen, Aargau, Glarus, Uri, Schwyz, Ob⸗ und Nidwalden, Zug, Solothurn und Appenzell gebräuchlich.