Almäsy (spr. Almaaschy), ausgebreitetes unar., teils gräfl., teils adeliges Geschlecht mit dem Präditat von Zsadanyi und Török-Szent-Miklös, dessen Stammschloß im Komitat Heves liegt. — Joseph Ignaz von 3997 Graf) A., k. k. Reitergeneral, geb. 1726 zu Gyöngyös, zeichnete sich an der Spitze eines Husarenregiments 3r 5. 09. 1777 in den Grafenstand erhoben und 1773 zum Auwallerte beiörderl. 1784 zum General der avallerie befördert. Er starb 7. März 1804 zu Zsadänyi. — Paul von A., 1818 zu Pest geboren, zeigte sich stets als entschiedener Anhänger der Opposition und gelangte 1844 in den preßburger Reichstag als Abgeordneter des Komitats Heves, in dem er auch als Vizegespan fungierte. Auf dem pester Reichstage von 1848 vertrat er und wurde zu einem der Unterpräsidenten des Reräsentantenhauses gewählt. Nach der Abdankung Päzmändys und Palffys versah er allein im debrecziner Parlament das Amt des Präsidenten. Nach Beendigung der Revolution flüchtete er nach Paris. Später erhielt er die Erlaubnis, in sein Vaterland zurückzukehren, und lebt seitdem auf seinen Gütern im Komitat Heves. — Moritz, Graf A., Sohn des Grafen Christoph, geb. 17. Jan. 1808, ein hervorragendes Mitglied der konservativen Partei in Ungarn, war bis 1848 Vizepräsident der königl. ungar. Hofkammer. Zur Zeit des Finanzministeriums Kossuth hatte er den Vorsitz beim Gerichtshofe über den Schleichhandel. Nachdem die Kaiserlichen Ofen und Pest occupiert, erhielt er das Amt des Präsidenten an der wiedereingesetzten Hofkammer, deren Wirksamkeit aber 1853 aufhörte, als Ungarn in fünf Verwaltungsbezirke eingeteilt wurde. Er starb 9. Juli 1881 auf Schloß Gaming in Niederösterreich.