Almüde (in Portugal und Brasilien auch Almalde, in Mexico Almuere oder Almuerza genannt), ein Hohlmaß von sehr verschiedener Größe, welches vor Einführung des metrischen Systems in Spanien und Portugal gebräuchlich war und jetzt noch in einigen Teilen des ehemals span. Amerika vorkommt. Dasselbe kam im Mittelalter mit den Mauren aus dem nordwestl. Afrika nach der Pyrenäischen Halbinsel. Noch gegenwärtig ist der Muhd (arab. al-muhd) in Marokko ein allgemein gebräuchliches Getreidemaß von unge—⸗ fähr 141 Inhalt; 4 Muhd bilden 1 Sahh. In Spanien diente die A., welche häufiger Celemin genannt wurde, ebenfalls für Getreide und schwankte in den einzelnen Provinzen zwischen 1,88 und 6,25 1. In Portugal und Brasilien war die A. ein Flüssigkeitsmaß, dessen Inhalt in den einzelnen portug. Orten zwischen 17 und 25 1 differierte, bei Ol aber in Lissabon 34 alte portug. Pfd. ( 15,6 Kg), in Porto etwa 50 solche Pfd. ( etwa 23 kg) gerechnet wurde. Auf den Canarischen Inseln führte auch ein kleines Flächenmaß den Namen A. oder Celemin, ebenso in Mexico, wo es auch Estajo genannt wird.