Altenberg, eine 1803 aufgehobene Cistercienserabtei im ehemaligen Fürstentum Berg, im jetzigen Kreise Mülheim des preuß. Regierungsbezirks Köln, die einst durch ihren Reichtum und Einfluß Müttenn war, liegt 14 km im NNO. der Stadt Mülheim, in dem Thale der Dhün unweit des Weilers Odenthal, wurde 1133 vom Grafen Ebersolo von Berg durch Verwandlung seines Stammchlosses in ein Kloster begründet, in welchem er auch nebst seinem Bruder Adolf III. als Mönch sein Leben beschloß. Die 1255 gegründete, 1379 eingeweihte und 1847 restaurierte Kirche ist in dem reinsten got. Stile erbaut und eins der bemerkenswertesten Baudenkmäler des Rheinlandes. Die Fenster enthalten treffliche alte Glasmalereien. Alle Grafen und Herzöge von Berg bis auf Wilhelm III. (gest. 1511) sind in derselben beigesetzt, und viele ihrer schön gearbeiteten Grabmäler sind noch wohl erhalten. Die frühern Klostergebäude sind jetzt zu einer Fabrik benutzt. Vgl. Schimmel, Die Cistercienserabtei A.» (Münst. 1832); Zuccalmaglio, «A. im Dhünthaley (Köln 1848); Montanus, «Das Kloster A. im Dhünthal» (Elberf. 1851).