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ErdkundeBrockhaus 1882

Amager, deutsch Amak, kleine dän. Insel im Sunde, durch das schmale Fahrwasser Kallebodstrand von Seeland getrennt, ist 15 kmlang, höchstens 8 km breit und umfaßt ein Areal von 75 àkm. A. ist niedrig und eben, äußerst fruchtbar und wohl angebaut, leidet aber Mangel an gutem Trinkwasser. Ohne Christianshavn, einen Teil von Kopenhagen (s. d.), auf dem nördlichsten Ende der Dus zählt sie etwa (1880) 15800 CE., die zum eil von 80 holländ. Familien abstammen, welche Christian II. 1516 aus dem Distrikt Waterland in Nordholland herbeirief. Die Nachkommen dieser Einwanderer haben ihre alte Kleidertracht und Sitten sodaß dies und betreiben besonders Gartenbau, sodaß die Insel für den Gemüsegarten von Kopenhagen gelten kann. A., — dem auch das beinahe unbewohnte und von A. durch das tiefe, 50 die Sundschiffahrt wichtige Fahrwasser Drogen getrennte Eiland Saltholm gehört, ist in zwei Kirchspiele, Taarnby und Store Magleby, geteilt. Im erstern befinden sich eine Menge Fabriken und industrieller Anlagen, in letzterm das stadtähnliche Seemannsdorf Dragör, das (1878) 70 eigene Schiffe mit 10 720 t besitzt und dessen Bewohner zu den tüchtigsten Seeleuten und Lotsen gehören. Auch befindet sich auf A. der eingehegte Staatsforst Kongelunden mit Fasanerie. administrativer Hinsicht gehört A. zum Amte Kopenhagen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 515Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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