FeedHesse (Nicolas Auguste)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Hesse (Nicolas Auguste), franz. Historienmaler, geb. 1795 zu Paris, ward Schüler von Gros und erwarb 1818 den röm. Preis für Malerei. Aus Rom nach Paris zurückgekehrt, beschäftigte er sich vorzüglich mit Historienmalerei und besonders mit kirchlicher Freskomalerei. Man sieht von ihm Wandgemälde in Notre-Dame de Lorette un Notre-Dame de Bonne-Nouvelle (1840) und St.⸗Pierre zu Chaillot. Im J. 1863 wurde er an Stelle von Delacroix Mitglied der Akademie. Hervorragend sind H.s Wandmalereien im Hötel de la Ville und sein Olgemälde im Louvre: Madonna am Grabe des Heilands. Seine frühere Zeit, wo ihn der Geist Gros' leitete, war mehr den Darstellungen der Geschichte gewidmet, später führte ihn das Vorbild Ingres' auf die Bahn religiöser Malerei. H. starb zu Paris 14. Juni 1869. Jean Baptiste Alexandre H., franz. Historienmaler, Reffe des vorigen, geb. 30. Sept. 1806 zu Paris, hatte seinen Vater Henri H. und den Baron Gros li Lehrern. Tizians Leichenbegängnis, seine Erstlingsarbeit in der Ausstellung von 1833, verschaffte ihm viele Freunde und einen angesehenen Namen. Seitdem lieferte er kunstvoll komponierte Bilder von warmem, obwohl etwas trockenem Kolorit und stilgemäßem Charakter: Leonardo da Binci (1836), der Tod Heinrichs IV. (1838), der Kaiser Alexius Komnenus adoptiert den Gottfried von Bouillon (1840, im Museum zu Versailles), Triumph des Vittore Pisani (1847, im Luxembourg) u. s. w. Außerdem verfertigte er gute Wandgemälde in St.⸗Seéverin (Kapelle Ste.⸗Genevieve, 1852) und St.⸗Sulpice (Kapelle St.⸗Franeois de Sales, 1855). H. wurde 1867 Mitglied der Akademie. Er starb zu Paris 7. Aug. 1879.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 182Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Bildende Kunst 6