FeedAnnobön
ErdkundeBrockhaus 1882

Annobön oder Annobom (d. h. gutes Jahr), die südlichste und kleinste der vier Guinea-Inseln an der Westküste Afrikas, liegt unter 12 25 südl. Br. und 23 16“ 30“ östl. L., 385 km westlich vom Kap Lopez, und hat Reut Namen «Gut Jahro von 55 Entdeckung am Neujahrstage 1471 durch den Portugiesen Säntarem; 1778 wurde sie von den Portugiesen an die Spanier abgetreten. Die Insel ist 17 qakm groß und zählt 2—3000 E.; sie hat ein sehr pittoreskes Ansehen, indem sie von basaltischen, trachytischen und vulkanischen Bergen erfüllt wird, die schroff bis zu 1000 m Höhe emporsteigen. Auch Lavaströme sind vorhanden, und im Innern erfüllt ein romantischer Bergsee einen erloschenen Krater. A. ist die trockenste und gesündeste der vier Guinea-Inseln, aber bis jetzt ohne Wichtigkeit. Sie hat an ihren steilen Küsten nur einen einzigen Landungsplatz, bei welchem die Ortschaft A. liegt, deren 3—400 schwarze, nominell christl. E. (Mischlinge von Negern und Portugiesen) anlegende Schiffe mit Wasser und Lebensmitteln versehen. Vgl. D. de Moros y Moretlon y M. de los Rios, Memorias sobre las islas africanas, Fernan Poo yA.v (Madr. 1844); v. Klöden, «Afrikanische Inselno (Berl. 1871).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 685Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6