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ErdkundeBrockhaus 1882

Anzin, auch Anzain, Ort von (1876) 6920 (Gemeinde 9009) E. im franz. Norddepartement, 2 km nordwestlich von Valenciennes, ist Mittelunkt der großartigsten und wichtigsten, in einem Maumtevon 12000 ha gelegenen Steinkohlengruben Frankreichs, die auch wegen der dort ausgeführten Betriebsarbeiten und Maschinen merkwürdig sind. Mit Hilfe von Dampfmaschinen fördern 16000 Arbeiter aus 40 großen tiefen Schachten jährlich 2 Mill. t Kohlen. Außerdem hat der Ort Hohöfen, Maschinenbau, Brauereien, Glashütten, Zuckerfabriken, Destillationen. Die Kohlenwerke sind seit 1734 im Betrieb. Die 1717 gegründete Compagnie von A. ist im Besitz der Kohlengruben, hat 1835 die 18 km lange Eisenbahn nach Somain gebaut, ferner eine 3800m lange unterirdische Galerie, um die Gruben und Arbeitsstätten mit dem Scheldekanal und der ausmehr in Verbindung zu setzen, und endlich eine aus mehrern Bassins bestehende weite Wasserfläche bei Denain. [Rom, s. unter Antium.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 745Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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