FeedArber
ErdkundeBrockhaus 1882

Arber, die höchste Berggruppe des Böhmerwaldes, erhebt sich auf der bayr. Seite, etwa 33 km östlich von der Stadt Cham. Von ihm herab kommt der Weiße Regen, wie von dem südöstlicher elegenen, 1454 m hohen Rachel der Schwarze egen. Der Große A., 1458 m hoch, ein nach allen Seiten steil abfallender, abgestumpfter Kegel, bildet die höchste und letzte südöstl. Gipfelerhebung eines gewundenen Bergarms, der von dem Hauptstock des Böhmerwaldes aus zwischen dem Weißen und dem Schwarzen Regen bis zu deren Vereinigung unweit Kötzting hinstreift. Ein wenig seitwärts vom Kamme und nur 2 km nordwestlich vom Großen A. erhebt sich der völlig kegelförmige, 1381 m hohe Kleine A. Beide Berge hängen mit dem Hauptzuge durch einen breiten und hohen Sattel zusammen. Oben ist ein geräumiges Plateau, im NO. und SW. von zwei parallelen Felsmauern begrenzt. Der Berg ist größenteils kahl. Auf dem höchsten Punkte ein Vin dr falelich weiter östlich eine kleine Kapelle, in der jährlich einmal Messe gelesen wird, zu welcher Feier dann zuweilen an 4000 Menschen auf die lichte Höhe wallfahrten. Die beiden, gegen 900 m hoch gelegenen Arberseen zeigen einen unheimlichen schwarzen Wasserspiegel und sind, bei geringem 1Rava sehr tief.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 842Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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