FeedArolas (Juan de)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Arolas (Juan de), span. Dichter, Dal 20. Juni 1805 zu Barcelona, kam früh nach Valencia, wo er schon im 14. Jahre in den Orden de las Escuelas Pias trat. Er legte 1821 Profeß ab und wurde in seinem Orden nach vollbrachten Studien 1825 zum Gymnasiallehrer ernannt, welche Stellung er bis 1842 innehatte. Er erkrankte 1844 an einem schweren Gehirnleiden, genas nur auf kurze Zeit, um dann in vollen Wahnsinn zu verfallen, in dem er 25. Nov. 1849 starb. Schon seine Jugendwerke: „Libro de amoreso, Poesias pastoriléso, Cartas amatoriasv, zeichnen sich durch ungewöhnliche Formgewandtheit aus. Mit noch entschiedenerm Erfolge kultivierte er später die lyrisch-epische Dichtung; seine Ritter⸗ und vaterländischen Romanzen, besonders die Moriscoso, und seine orient. ichtungen gehören zu dem Besten, was die Spanier auf diesen Gebieten geleistet 98 e Ein größeres romantisches Gedicht La silfide del acueductop Metren eine vaterländische Sage in verschiedenen Metren. Auch übersetzte er mit großer Virtuosität die Gedichte und die Tragödie Moiseso von Chateaubriand. Seine «Poesias caballerescas y orientales v erschienen 1840 und 1850 in Valencia, 1842 in Barcelona ein Band Poesiasv. Seine erotischen Gedichte, in denen auch eine Bearbeitung der Basia des Johannes Secundus enthalten it, wurden 1843 (3 Bde., Valencia) gesammelt und Gesamtausgaben seiner poetischen Werke 1860 (3 Bde., Valencia) und 1867 unter dem Titel «Poesias religiosas caballerescas, amatorias y orientales (3 Bde., Valencia), sowie 1879 unter dem Titel „Poesias del Padre Juan de A.v veranstaltet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 951Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6