Ariecia, kleine Stadt in der ital. Provinz Rom, unweit südöstlich von Albano, mit dem es ein großartiger Viadukt verbindet, und ungefähr 22 km südtige dernn der Stadt Rom, liegt auf einer eine prächtige Fernsicht bietenden Anhöhe, ist eine der beliebtesten, namentlich auch von Malern besuchten Sommerfrischen der Römer, hat eine schöne, von Bernini erbaute Kirche und einen Palast der Fürsten Chigi mit großem Park und zählt (1880) 2685 E. Bei A. befindet sich das sog. Grabmal der Horatier und Curiatiero, ein Denkmal in nachgeahmter altitalischer (etrurischer) Bauart; es ist ein großer Würfel von Peperinquadern mit fünf abgestumpften Kegeln. A. steht an der Stelle der Burg der alten, in einem Thalkessel Vallariccia) an der Via Appia gelegenen Stadt Aricia, einer der ältesten Städte von Latium, welche in dem Kriege zwischen Marius und Sulla von dem erstern zerstört und dann von Sulla wieder aufgebaut wurde. Der von den Alten oft genannte heilige Hain von A. mit einem See (lacus Aricinus) und der Tempel der aricinischen Diana sind identisch mit dem Hain und Tempel der nemorensischen Diana sowie mit dem lacus Nemorensis (jetzt lago di Nemi, s. Albano). Im Thalkessel unterhalb der jetzigen Stadt mündet der Abzugskanal (Emissarium) des Nemi-Sees; von der Bia Appia sind daselbst noch mächtige Unterbauten erhalten, deren große Quadern stellenweise noch bis zu 21 Reihen Übereinander liegen und deren Bögen sich über 10 meerheben. Arichat, Hafenstadt auf Cape-Breton (s. d.).