Aristobülus, ein alexandrinischer Jude unter Ptolemäus VII. Philometor, um 175 v. Chr., der 2 Malk. 1, 10, als Lehrer des Ptolemäus IX., Euergetes II. genannt wird und einen von Clemens von Alexandria und Eusebius oft erwähnten Kommentar zum Pentateuch in griech. Sprache, «EENν:- cerc betitelt, verfaßt haben soll. Dieser angebliche Kommentar des A. ist bis seh wenige Bruchstücke untergegangen, und diese bestehen aus Citaten aus den Werken der ältesten griech. Dichter, des Linos, Musäos, Orpheus, Homer und Hesiod. Da diese Citate aber durchaus nicht in antik-griech. Weise von der Gottheit 110 snd sondern in Formein des Alten Testaments, so sind sie, wie Valckenaer in der Diatribe de Aristobulo Judaeoo (herausg. von Luzac, Leid. 1806) nachgewiesen hat, als Alseot anzusehen. Während aber Valckenaer dem A. selbst die Fälschung beimaß, haben neuere Untersuchungen es wa rscheinlicher gemacht, daß die CEENνοεις das Werk eines weit spätern, sonst nicht bekannten Schriftstellers sind, dessen Zweck es war, darzuthun, daß das Alte detannt w bereits den genannten griech. de Weis bekannt war, und daß sie aus ihm Aer beste Weisheit schöpften. Vielleicht setzte der erfasser den Namen des A. seiner Schrift nur deshalb vor, um derselben dadurch mehr Eingang zu verschaffen und seine Absicht, den Griechen eine ohe Meinung von dem Alten Testament beizuringen, desto besser zu erreichen. ristodeémus (grch. Aristodemos) nach der griech. Sage Sohn des Aristomachos, Ururenkel des Herakles, war nach der in Sparta einheimischen Sage der 31o König von Sparta aus dem Stamme der Herakliden (s. d.). Nach andern Sagen ward er vor der Eroberung des Peloponnesus durch die Herakliden vom Blitze erschlagen und gelangten erst seine der 941d der & zum Königtum in Sparta. — A., der Held der Sagen 00 des ersten Kriegs zwischen Sparta und den Messeniern, bot auf ein Orakel, das die Opferung einer Jungfrau aus dem Geschlechte der Aipytiden verlangte, seine Tochter selbst an und tötete sie, als ihr Geliebter, um sie zu retten, erklärte, sie habe ihre indersolen Könie verloren. Nach dem Tode des kinderlosen Königs zu dessen Nachfolger gewählt, regierte A. einige Jahre trefflich und erfocht einen großen Sieg. Dann aber kamen unheilvolle Zeichen und nach einem grausen Traume vollends verzweifelnd, gab sich A. auf dem Grabe Hoai Tochter den Tod. giton.