FeedArowaken
AllerleiBrockhaus 1882

Arowaken, südamerik. Fen den lisse im brit. und holländ. Guiana zwischen den Flüssen Corentyn und Pomorun. Die A., gegenwärtig auf ungefähr 2000 Seelen zusammengeschmolzen, bewohnten ehemals den ganzen Küstenstrich zwischen dem Amazonas und dem Golf von Paria, von wo sie auf die umliegenden l eln übersetzten. Sie waren vor der Ausbreitung der Karaiben die Urbewohner aller dieser Gegenden. Auf den Inseln wurden sie von den Karaiben ausgerottet, welche die arowakischen Weiber sich beilegten. Dadurch entstand unter den Weibern der Inselkaraiben eine förmliche Mischsprache, die aus karaibischen und arowakischen Elementen zusammengesetzt ist. Vgl. Schomburgk, «Reisen in Britisch-Guiana 1840 — 44 5 (mit einer Grammatik von Quandt, 3 Bde., Lpz. 1847—48); Brett, The Indian tribes of Guianav (Lond. 1868).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 953Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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