abbrennen, 1. frz. brüler, engl. to burn dowyn, to burn up, durch Feuer zerstören. Das Abbrennen hölzerner Brücken, d. h. die Zerstörung derselben durch Feuer, dem durch Aufhäufen von Brennstoffen aller Art die nöthige Intensität gegeben wird, ist eines der schlechtesten Hülfsmittel, sobald dem zerstörenden Theil nicht die Gelegenheit gegeben, den Erfolg abzuwarten und etwaige Löschversuche abzuweisen. — 2. frz. donner leé dernier feu, engl. to finish burning, einem Ziegelofen die letzte Hitze mit dürrem Reisholz geben, auch getrocknete Thonwaaren fertig brennen. — 3. Säulen, Balken etc. abbrennen, auch abbrustoliren genannt, sie an dem Ende, wo sie in der Mauer oder Erde stecken sollen, zu Verhütung der Fäulniß theilweise verkohlen; dies Hülfsmittel ist unzureichend, s.d. Art. Fäulniß. — 4. (Gelbg.) abbrennen, auch abbeizen, gelbbrennen etc. genannt, frz. décaper, dérocher, engl. to pickle, to dip; Messingarbeiter nennen so das Abbeizen des geglühten Messings, Argentans etc. mit Säuren, um die Farbe zu verschönern. Gold und Silber werden zu demselben Zweck mit Säuren gekocht, s. d. Art. sieden, weißsieden etc. Sάεοα.] — 5. (Eisenarb.) den Stahl a., frz. tremper l'acier, engl. to blaze off, to temper the stéeel. Zu harte Stahlwaaren, namentlich Stahlfedern, werden in erwärmtem Zustand in Oel oder Fettgemisch eingetaucht und dann über glühende Kohlen gehalten, bis sich das Fett entzündet, woraufman die Flamme von selbst erlöschen läßt u. schließlich wol auch die Federn in Wasser abkühlt. Se⁴οαι.] — 6. (Blechh.) die Eisenbleche a., frz. donner le premier bain à la tôle, engl. to stéeep the iron-plates, heißt das erste Durchziehen des polirten Schwarzblechs durch das schmelzende Zinn.