FeedAileron
BaukunstBau-Lexikon 1881

Aileron, m., frz. 1. So heißen die verkehrten Konsolen, welche in der Spätrenaissance und im Barockstil vielfach angebracht wurden, um die beim Aufsetzen schmälerer auf breitere Partien entstehenden Absätze zu maskiren, z. B. an Dachfenstern, neben den auf breiten Unterfenstern stehenden Oberfenstern, ja selbst in sehr großem Maßstab vor den Halbgiebeln der Seitenschiffe dreischiffiger Kirchen. — 2. A. dé fiche, Lappen des Fischbandes. — 3. A. d'une roueé de moulin, auch alichon, volet, engl. ladle (Mühlenb.), die Radschaufel; bes. die an der Seite angebrachten Hülfsschaufeln, auch alichon, m. — 4. (Kriegsb.) kleines Flügelwerk an den Halbmonden im Graben, zuerst 1589 angewendet, und kleine Brille zur besseren Vertheidigung der Außenwerke nach Belidors Vorschlag. P2.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 64Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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