Feedanreiben
NaturlehreBau-Lexikon 1881

anreiben, akt. Z. 1. Durch Reibung näher aneinander bringen; will man z. B. zwei Breter aneinander leimen, so bestreicht man die Berithrungsflächen mit Leim u. reibt dann dieselben aneinander hin ur her, bis die Fuge ganz dicht ist; dadurch wird aller unnöthige Leim herausgedrängt und ein Theil des Leimes zum Eindringen in die Poren veranlaßt, also die Festigkeit vermehrt. Ebenso werden Steine, deren Fugen recht dicht werden sollen, aneinander gerieben, damit die etwa noch auf der Fugenfläche befindlichen kleinen Unebenheiten sich abschleifen. Fourniere werden mit dem Hammer angerieben. 2. Farben anreiben, frz. broyér, a) Leimfarben. Die Erdfarben werden trocken gerieben und dann mit Leimwasser vermischt. Saftfarben werden auf einem harten, glatten Stein, einer Glasplatte oder in einer Reibschale mit i gerieben und während des Reibens Gummiwasser, Leimwasser etc. zugesetzt, bis die Masse flüssig genug ist. — b) Oelfarben werden mit Mohn- oder Nußöl oder Leinölfirniß angerieben; Näheres s. u. d. Art. Oelfarbe.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 117Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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