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Haus & KücheBau-Lexikon 1881

Anrichte, f., 1. frz. dressoir, m., engl. drésser, s. v. w. Büffet. — 2. Anrichtezimmer, frz. salle f. de dressè, office, f. engl. pantry, Office, dréessing-room. Bei Einrichtung von Gasthäusern und ähnlichen Etablissements, oder in Wohnungen, wo vorauszusetzen ist, daß viele Personen auf einmal gespeist werden sollen, ist ein besonderes Anrichtezimmer womöglich zwischen Küche und Speisesäl anzulegen, um die Speisen daselbst nett und geschmackvoll, ohne vom Küchendunst zu leiden und ohne vom Speisesaäl aus gesehen zu werden, anrichten zu können. Es braucht nur Raum zu bieten für eine Anrichtetafel, Anrichtetisch, frz. dressoir, engl. drésser, und einen oder ein pär Schränke zu Aufbewahrung des eleganten Tafelgeschirrs; ist Raum genug vorhanden, so bringt man darin noch ein Spülbassin, wo möglich mit fließendem Wasser, an, um Gefäße schnell reinigen und Speisen und Getränke abkühlen zu können. Bequem ist es, wenn aus dem A. eine Treppe direkt in den Keller, oder eine Thüre direkt in die Speisekammer führen kann. — 3. Anrichteschranh, frz. bufkét, m., engl. sidé-board. Wo der Raum die Anlage eines Anrichtezimmers nicht erlaubt, muß man eine Anrichte in der Küche u. eine dergleichen elegante in dem Speisesäl selbst haben; s. übr. d. Art. Büffet und Vorschneidetisch.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 117Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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