Feedarmenischer Stein
NaturlehreBau-Lexikon 1881

armenischer Stein, m.,lat. armenius lapis, m. (Min.). 1. Armenisches Blau, mit Kupferlasur gemengter Kalkstein, oder durch Kupferlasur blau gefärbter Quarz, welcher aus Sibirien, der kleinen Bucharei und China kommt, dient zu Ohrgehängen, Kreuzen u. architektonischen Verzierungen, auch gerieben als Farbe; findet sich auch in Tirol, von wo er, gereinigt, unter dem Namen Bergblau in den Handel kommt. Die schöneren Stellen schneidet man mittels Smirgels und einer kupfernen Säge aus den größeren Stücken heraus. Geschliffen wird er mit Smirgel auf einer bleiernen Scheibe, dann auf einer zinnernen mit Tripel polirt. Größe der Stücke, Reinheit und Höhe der Farbe haben bes. Einfluß auf die Werthbestimmung. — 2. Armenischer Bolus, rothgelbliche, fettig anzufühlende, im Wasser zu Brei zerfallende Varietät des Steinmarks; Fundorte: Armenien, Deutschland, Frankreich, Ungarn; als Farbestoff zu rothen Thonwären, auch zu Fabrikation des Jaspisporzellans gebraucht. W.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 158Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 9

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Naturlehre 6