FeedAthénienne
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Athénienne, f., frz., Ziermöbel in Form einer antiken dreifüßigen Vase, zum Räuchern od. als Lichthalter dienend. ther, frz. éther, m., engl. ether, griech. 449½. 1. Himmelsluft, nach der ältesten griechischen Mythologie ein Sohn des Chaos und der Caligo oder Achlys (Finsternis), nach Hesiod Sohn des Erebus und der Nyx (Wasser und Nacht). — 2. Der Chemiker versteht unter Ather eine wasserhelle, tropfbare, sehr bewegliche und leicht entzündbare Flüssigkeit, die auch unter den Namen Schwefeläther, Naphtha, Vitriolnaphtha, Athyloxyd etc. bekannt ist. Der Ather wird durch Destillation eines Gemisches aus Alkohol u. Schwefelsäure gewonnen. Es giebt aber auch verschiedene Atherarten, welche man erhält, wenn man Schwefelsäure, anstatt auf gewöhnlichen Alkohol, auf andere Alkohole, wie Methyl-, Propyl⸗, Amylalkohol, etc., wirken läßt. Der Ather findet vielfache Verwendung in der Medizin, in der Chemie wird er als Lösungsmittel für Fette, fettartige Körper, Pflanzenfarbstoffe etc. und in der Technik ebenfalls als Lösungsmittel für Harze etc. verwendet; ferner hat man in neuerer Zeit den Schwefeläther, seiner leichten Verdampfbarkeit wegen (er siedet bei 34 C.), anstatt des Wassers zum Betrieb von Dampfmaschinen angewendet. 7. üätherisches oder flüchtiges Gl, n., auch destillirtes, wesentliches Ol, frz. hujle f. volatile, engl volatile oil, essential oil; s. d. Art Ol. MJ.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 177Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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