Balkenschrüäter, m. (Lucanus parallelepipedus, Zool.), eine Art Schröter (Forstkäfer), 20 —24 mm. lang, einem kleinen Hirschkäferweibchen ähnlich, aber platter und ganz schwarz, im Sommer an Weiden, Linden, Eichen u.“ Fichten. Die Larve zerstört Holzstöße, anbrüchige Tannen, Fichten und Nußbäume. Valkenstürke, f., frz. force d'une poutre ou solive, engl. strength of beam. Das Wort bedeutet eigentlich die Tragfähigkeit, in der Handwerkssprache aber zumeist den diese Tragfähigkeit repräsentirenden Flächeninhaltd. Querschnitts eines Balkens, frz. Epaisseur, f., engl. thickness. Wenn von Holzbalken die Rede ist, versteht man aber darunter gewöhnlich die Höhe dieses Durchschnitts, während man die Breite noch bes. angiebt. Die B. wird berechnet mit Rücksicht auf das eigene Gewicht des Balkens, dessen Belastung, die Art, wie, und den Ort, wo diese Belastung auf ihn wirkt, die Unterstützungsweise etc. J. Tragfähigkeit der Balken im allgemeinen. Es kommt dabei in Betracht: a) In welcher Weise der Balken belastet ist, ob er nämlich blos auf Zerbrechen (in Bezug auf relative Festigkeit) oder zugleich auf Zerreißen (in Bezug auf absolute Festigkeit) in Anspruch genommen wird. In ersterem Fall kommt es wiederum darauf an, ob die Last blos vertikal von oben oder auch seitwärts, ob sie ferner kontinuirlich od. stoßweise auf denselben wirkt, ob sie gleichmäßig oder ungleichmäßig über seine Länge verbreitet ist; ferner, wie derselbe an seinen Unterstützungspunkten befestigt ist, wie diese vertheilt sind re. 6) Aus welchem Material er gefertigt ist, und was dasselbe für eine natürliche Festigkeit hat. c) Ob er blos vor dem Brechen oder auch vor dem Wegbiegen gehütet werden soll. d) Welche Längenform derselbe hat. e) Welche Querschnittsform man ihm giebt. Da aber alle diese Umstände nicht blos bei der Tragfähigkeit der Balken, sondern auch bei der Widerstandsfähigkeit anderer Konstruktionstheile in Betracht kommen, so gehört das darauf Bezügliche nicht in diesen, die Balken speziell betr. Artikel, sondern in die Art. Biegung, Bruch, Elastizität, Festigkeit, Trägheitsmoment, in denen es nachzulesen ist. Die für die Tragfähigkeit eiserner Balken speziell geltenden Regeln gelten ebenfalls für andere eiserne Verbandstücke; man findet daher das darauf Bezügliche in den Art. Eisenbalken, Eisenbau, Brücke, Gußeisen, Gitterträger, Biegung, Bruch, Elastizität, Festigkeit, Trägheitsmoment re. II. Die Tragfähigkeit einfacher hölzerner Balken folgt zwar denselben Regeln, die für Balken von anderem Material gelten; man ist aber durch die Natur des Holzes, sowie durch die oft nöthig werdende Rücksicht auf den Preis sehr oft abgehalten, nach diesen Regeln zu gehen; besonders ist man in der Wahl des Querschnittes an die annähernd oder ganz rechtwinklige Form gebunden, und es kommt also darauf an, dem Balken, unter thunlichster Befolgung jener Regeln, trotz der hemmenden Umstände, den möglichst vortheilhaften Querschnitt zu geben. Beim rechtwinkligen Querschnitt gilt im allgemeinen die Regel, daß die Bruchfestigkeit des Balkens gleich ist dem Produkt aus Breite, Quadrat der Höhe und Festigkeitskoäffizient, dividirt durch die einfache Länge bei Auflage an beiden Enden, durch die doppelte Länge bei Befestigung des Balkens an einem Ende, Anhängung der Last am anderen Ende. Die Festigkeit zweier Balken von verschiedenartiger Breite u. Höhe 2. —. verhält sich also wie die entsprecheng α den Quotienten; daraus folgt, daß V sich der Widerstand zweier Balken, V von gleichen Längen, verschiedenen V Breiten und Höhen verhält wie die! ö ö ö Produkte aus ihren Breiten und 10 man nun einen runden Stamm, *— — aus welchem ein Balken von mög— .. lichst großer Tragfähigkeit geschnit— S ten werden soll, so hat man in den betr. Kreisquerschnitt des Stammes ein Rechteck hineinzuzeichnen, bei dem obiges Produkt das Maximum erreicht. Dabei ergiebt sich, daß sich die Breite zur Höhe verhalten muß, wenn der Durchmesser des Stammes A B Fig. 373 — dgesetzt wird, wie 750 5: 7/711 bder annähernd wie 5:7. Sieht man aber von dem Herausschneiden aus einem runden Stamm ab und setzt man voraus, daß alle Theile des Querschnittes gleiche Dichtigkeit haben, wie dies z. B.beigußeisernen Balken vollständig, bei kleinen Balken aus eichenen Pfosten annähernd der Fall ist, so wird ein auf die Hochkante gestellter Balken bei gleich großer Querschnittfläche eine um so größere Tragfähigkeit erhalten, je größer die Höhe im Verhältnis zur Breite ist. Nimmt man z. B. einen Balken von 10em. Breite u. 14cm.Höhe, dessen Querschnittfläche140 qem. ist, und einen zweiten, dessen Breite nur 7 em., die Höhe aber 20 em. beträgt, so wird sich die Tragfähigkeit beider gegen einander verhalten wie 107414414-1960 3u 7420420-2800. Folglich trägt der schmale und hohe, dabei hochkantig gelegte Balken beinahe ein halbmal mehr als der im günstigsten Verhältnis der Tragfähigkeit aus dem runden Stamm bearbeitete Balken. Betr. die freitragende Länge eines Balkens muß man nicht nur darauf Rücksicht nehmen, daß der Balken unter seiner eigenen Last, mit einer ihm aufgelegten (fremden) vereint, nicht bricht, sondern auch in den meisten Fällen dafür sorgen, daß er sich nicht einmal biegen oder schwanken kann. Um nun für gegebene Weite der Balken die Länge, auf welche sie freitragen können, und die dazu erforderliche Breite und Höhe, oder umgekehrt bei gegebenem Querschnitt die größte zuverlässige frei tragende Länge bestimmenzu können, dient folgende Tabelle: Weite von Mitte Länge der Aei zu Mitte Balken r Höhe Meter Meter Meter Meter 0j,55 3,20 0/,10 0j/4 — 6,00 0/,19 0/26 — 4j1⁰ 0j614 0/20 0/,85 3,80 ——j714 0j20 — 6,35 0j21 0,30 Weite von Mitte Länge der zu Mitte Balken Meter x Meter Mieter Meter — 8,00 0j726 0/,36 1j15⁵ 4,80 0,„19 0/26 Man kann nämlich, wie bereits erwähnt, nicht allemal jenen vortheilhaftesten Querschnitt erreichen, sondern muß oft, um Material zu schonen, mehr dem Quadrat nähern ganz quadratisch machen; umfür solche Fälle, die nicht obiger Tabelle enthalten sind, die Stärke berechnen zu können, kann man sich folgender Formel bedienen, deren Zuverlässigkeit durch die Erfahrung nachgewiesen ist. Ist die Länge in Metern, 2die Balkenweite von Mitte zu Mitte in Metern, 5 die Belastung pro qm. in Pfunden, P die Breite die Höhe des Balken in Centim., so ist v. d. 12 = 2. 5. „, daber sowie pnicht bestimmt, sonder vals die gewöhn— Belastung der Zimmer anzusehen, so kann man annehmen: die Balkenhöhe sei 0, m. + J.0,% m., die Breite J.0,1 m. geringer; dies ergiebt Für kleine Balken, die oft aus Pfostenstreifen u. Bretern, überhaupt aus schwachem Holz hergestellt werden, sowie freitragende Bretfußböden, Dübeldecken 2c., kurz für diejenigen Balkenlagen od. Decken, deren Hölzer ganz dicht einander liegen oder doch nicht weiter als 0/½% m. von einander liegen, gilt nachfolgende Tabelle in Metern, bei deren Benutzung Folgendes zu berücksichtigen ist: a. gilt für ein aus Holz zusammengefügtes Ganzes also für Fußböden, Tafeln, Kasettendecken, Dübelbalken, Spundbalken etc.; b. für den Fall, daß zwar die einzelnen Hölzer nicht direkt mit den nebenliegenden verbunden sind, daß eine unten befestigte Verschalung denselben eine Verspannung giebt; CE. wenn 24—26 em. breite Stücke sich allein ohne alle Verbindung tragen. Holzstärke Bei allen diesen Regeln und Tabellen ist nur auf die gewöhnliche Belastung der Balken, wie sie durch den Belag, die Möbel etc. hervorgerufen wird, sowie auf Vollkantigkeit des Holzes gerechnet, so daß bei außergewöhnlicher Belastung u. nicht vollkantigem Holz ein etwas größerer Querschnitt angenommen werden muß. Bei sehr großen Spannweiten, wo man armirte Hölzer anwenden muß, genügen diese Tabellen nicht mehr, sondern es muß spezielle Berechnung der Stärken eintreten; s. dar. die Art. Biegung, Bruch, Elastizität, Festigkeit etc.