FeedBastionürbefestigung
GeschichteBau-Lexikon 1881

Bastionürbefestigung, f., Bastionärsystem, u., frz.systꝰ-⸗ me m. bastionné, fortification f. à bastions, engl. ba-Stion-system, bastionary fortification (Kriegsb.), diejenige Befestigungsmanier (s. d.), deren Schwerpunkt auf Anlage von Bastionen beruht. Den Grundriß einer solchen Befestung, das Bastionärtracé, gewinnt man folgendermaßen: Jede Seite der Hauptbefestigungslinie, Polygonseite 4α, Fig.468, wirdzu Anlegung einer Bollwerksfront, bastionirten Front, frz. front bastionné, engl. bastionfront, benutzt u. zu diesem Behuf halbirt. Im Halbirungspunkt u wird der „Perpendikel“ Werrichtet und E bis ½ ε gemacht. Auf der Defenslinie 4und!“ werden Fasenlängen 4α und 7 = ½ bis ½ abgemessen; die Kapitallinien % und 7 erhält man durch Halbirung des Flanklinien rechtwinklig auf! ? beziehentlich 4gefällt und so die Courtinenpunkte Hund /, damit aber die Courtine od. der Mittelwall / gewonnen. Hierauf geht man zu weiterer Entwerfung der Grabenbreiten, Mauerstärken, Abschnitte etc. über. In Fig. 468 ist hεαεein abgeschnittenes u. leeres Bastion, / der Abschnitt hinter demselben, 57 * ein anliegendes und volles Bastion; die Anlagen, welche mit s s, tt, ½ und bezeichnet sind, sind Grabenvertheidigungen, „der Graben, &e heißt die Kehllinie, 9 die halbe Kehllinie, Halbkehle. P., MS.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 276Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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