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TechnikBau-Lexikon 1881

Bathometer, n. (von 664 N0s, Tiefe), Instrument zu Erforschung der Meerestiefe. Gewöhnlich besteht es aus einem Bleigewicht von 10 bis 12, Kg. Schwere, welches an der. unteren Fläche eine mit Talg gefüllte Höhlung hat, damit sich hieran Gegenstände auf dem Meeresgrund anhängen können, und welches mittels einer starken hanfenen Schnur hinabgelassen und heraufgezogen wird, worauf man die ö Schnur mißt. Eine andere Art ist folgende: Zwei Körper, von denen der eine leichter, derandere schwerer als Wasser ist, werden ins Meer geworfen und trennen sich vermöge einer Vorrichtung in dem Moment los, wenn der schwerere — den Meeresgrund erreicht; der leichtere kommt dann nach einiger Zeit wieder oben an; aus der Zeit vom Moment des Herabwerfens bis zum Wiedererscheinen des leichteren Körpers läßt sich nun die Tiefe berechnen. Doch wirken bei beiden Arten die Strömungen nachtheilig ein, weil im ersteren Fall dadurch das Gewicht nach der Seite gezogen wird, im letzteren Fall man nicht genau weiß, wo der leichtere Körper wieder erscheint, und so den Moment, wann er angelangt ist, nicht genau zu ermitteln vermag. Vathstein, m. (Mineral.), s. Badesinter.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 276Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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