Becher, m., 1. auch Krater, Kessel genannt, lat. eupa, gubellus, gobelettum, frz. coupe, gobelet, godet, engl. cup, beaker, Trinkgefäß ohne bes. Fuß, vgl. d. Art. Kelch. In der heidnischen Symbolik Sinnbild des geistigen und physischen Werdens, der Nahrung, des Ueberflusses; Attribut des Hermes, Anubis, Bacchos, Herakles, Salomo, Alexander. Doppelter Becher: Symbol des freien Willens zur Wahl zwischen Gutem und Bösem. (Die Seelen bekommen aus ihrer Heimat auf die Erde einen Doppelbecher mit, von dem der eine Theil, der feuchte Dionysoskelch, zur thierischen Sinnlichkeit, der andere, Becher der Weisheit, zur Sehnsucht nach derWelt der Ideale entflammt.)Weiteres s. in M. M. a. W. — 2. Theile der Dampfmaschine (s. d.). — 3. Ueberhaupt trichterförmige Vertiefung. — 4. Weinmäß u. Kornmäß in mehreren Gegenden; s. d. Art. Mäß. — 5. Hydrometrischer B.; eine oben trichter-oder becherförmig auslaufende Röhre von eirca 7 em. Durchmesser, 28 em. Höhe, welche dazu dient, um kleine Wassermengen messen zu können. Zu diesem Zweck ist außen eine Glasröhre angebracht, an welcher man die Druckhöhe (h) abliest und durch die Formel & H. F./ 2gh die Wassermenge berechnet, worin Eder Querschnitt des Mundstücks ist, aus welchem am untern Röhrenende das Wasser ausfließt, ein Ausflußcoéfficient 0, — 0,2, je nachdem Pden Durchmesser von 3 — 23 mm. hat. Vechereisen, n. (Kupferschm.), Amboß mit schwachem, geradem, rundem Doppelhorn, zum Aufziehen gebogener Kupferbleche. Vecherwerk, n., s. Elevator.