FeedBienenhaus
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Bienenhaus, u., frz. rucher, m., engl. apiary, béeehouse, lat. apiarium. Bienenhäuser müssen vor allen Dingen warm, luftig, trocken u. hauptsächlich vor rauhen Winden, Regenschauern, Staub u. Rauch geschützt sein; der vor der Hauptfront befindliche Raum muß auf 16 Schritt weit frei von Bäumen und Unkraut sein und mit Kies oder Sand bestreut werden; die Herstellung der Häuser selbst geschieht entweder ganz aus Holz oder aus Fachwand, mit Ziegeln ausgesetzt; man giebt ihnen in der Regel ca. 1,% —2 m. Tiefe, wovon 0, m. für die Breite der Stockwerke, d. h. der Repositorien für die Bienenstöcke (deren man nicht gern mehr als 3, jedes 1 m. vom andern entfernt, annimmt), der übrige Raum aber als Gang zur bequemen Aufsicht und Behandlung der Stöcke dient; die Länge richtet sich nach Anzahl der aufzustellenden Stöcke; die für gewöhnl. offene Vorderfronte muß jedoch auch durch Läden zu verschließen sein, sowie man das Dach nicht blos nach hinten, sondern auch nach vorn etwas abfallen u. weit ausladen läßt, damit die Bienen auch bei unfreundlichem Wetter sich geschützt vor den Stöcken aufhalten können.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 375Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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