birmanische Bauweise, k., frz. architecture birmane, engl. burmese architécture. — Das Gebiet, welches gewöhnlich Birma, Borma oder Burma genannt wird, zerfällt jetzt inzwei Haupttheile: a)Niederbirma, auch Britisch— Birma gen. u. wiederum zerfallend in Arracan, Rakhang od. Roschang; Pegu oder Pegué, das Deltaland des Irawadi mit der Hauptstadt Rangun, und Tenasserim, ein schmaler Küstenstrich der malayischen Halbinsel. b) Oberbirma od. Ava, noch selbständig, mit der Hauptstadt Mandalay. — In Birma führte König Asoka's Sohn od. Enkel, Rahamam, den Buddhismus um 243 v. Chr. ein, nachdem schon um 308 die Apostel Uktara und Sauna in Thatung bei Maulmein ihn gepredigt hatten, und erhob die Stadt Prome am Irawadi zur Residenz. 107 n. Chr. verlegte Samudda Raja die Residenz weiter stromaufwärts nach Pugan. Im 13. Jahrh. zogen die Könige noch einmal weiter stromauf, u. wohnten abwechselnd in Chitkaing, Ava und Amerapura, die sehr nahe bei einander liegen. Um 1300 wurde Panya zur Hauptstadt erhoben und 1356 Pugan von den Chinesen gestürmt; 1364 traf „Stadt des Sieges“, gründete u. zur Hauptstadt der Pro⸗ malt u. reich vert vinz machte. Residenz wurde jedoch Monchabo; 1784 den Verdammte wurde auch Arracan von den Birmanen erobert, nachdem Darstellung. De es 1763 durch ein furchtbares Erdbeben heimgesucht wor— die unterste Ter den war; um diese Zeit (n. A. schon 1782) wurde Amera- fahnen stehen au pura Residenz, 1819 wieder Ava, dann 1857 wiederümera-Ti's bekrönt und pura und seit 1857 ist Mandalay der Sitz des Herrschers Bannerthier) ges von Oberbirma. 1824 begann der Krieg mit England, Diese Pagode bir Höllenqualen in lebhafter man auf einer Steintreppe achteckig, bei etwa 460 m. Umfang. Die ganze Pagode ist ca. 90 m. hoch, aus Kalksteinen aufgemauert und mit Blattgold überzogen. Der Schirm des Ti ist 7½ m. hoch u. erst 1871 auf Kosten des Königs von Ava erneuert worden; er hat an Gold und Edelsteinen einen enormen Werth. Das Hauptgebäude ist hier wie anderwärts von kleinen Pagoden auf breiten Steinstufen, von Tempeln u. anderen Gebäuden und von Greifen re. umgeben Die meisten der kleinen Tempel, Thein (s. V.) enthalten Bilder des Gautama-Buddha, aus Holz, Ziegel, Marmor, Kalkstein od. Metall hergestellt, meist schwer vergoldet. Die sitzenden sind bis 3½, die stehenden bis5 ½ m. hoch. Kerzen, Blumen u. kleine Papier-Opfertischen. Hohe Stangen, mit rothen Kampfhahn (Birma's stehen rings um die Pagode. der vier letzten Buddha's, thon, den Wasserschöpfer des Gaunagan od. Konagamma, ein Kleid des Kasyapa oder Kathapa, acht Häre des Gautama Buddha. Einer der umstehenden zierlichen Pavillons birgt die große Glocke. — Die goldene u.4weiße Pagoden zu Prome (Proum, Prji) sind in der Disposition ganz der von Rangun ähnlich. — Die Khumaduh- oder Kung-Wu-Deu— Pagode am Irawadi, gegenüber von Ava, hat am Fuß 290 m. im Umfang, ist von 802 Sandsteinpfeilern von etwa 1½ m. Höhe umgeben; die Pagode selbst ist 50 m. hoch u. trägt ein Ti von 4, m. Durchmesser und 7 m. Höhe. Auffallend ist die Aehnlichkeit mit der Sanchi-topa; sie wurde 1626 zuletzt vergrößert. — Die auf steiler Felswand hängende Pagode von Magenka-Taung, die Pagoden von Magwe, Pokoku etc. — In Pugan oder Paghan, welche Stadt um 107 n. Chr., n. A. erst 847 n. Chr. gegründet und 1356, n. A. 1284 von den Chinesen zerstört worden, ragen noch mehr als achthundert Pagoden und Tempel aus den Trümmern der Riesenstadt empor, darunter die Tsetnaphaya-Pagode besonders auffällt, die aber auch die einzige ist, welche die alte Tope-form zeigt. Die anderen Tempel, nach Angabe der Birmanen 999 an der Zahl, sind mehr oder weniger zerstört; nur drei der größten und etliche der kleinen sind restaurirt und noch im Gebrauch. Die meisten sind im Grundriß quadratisch, mit einem Anbau an jeder Seite, so daß ein kreuzförmiger Plan entsteht. Das mittlere Quadrat trägt eine in Spitzbogen aufsteigende Kuppel, die sehr schlank, thurmähnlich aufsteigt. Ueber diese Tempel od. Thein s. unter V. In der Thapinyag-Pagode steht eine rothe Buddhastatue von 6½½ m. Höhe. An jeder Seite der Pagode, auf dem Austritt der am Dache angebrachten Treppe, stehen Priesterstatuen mit Schirmen. Noch steht ein Stück der aus Ziegeln erbauten Stadtmauer u. ein Thor. Bogen und Gewölbe kommen ziemlich häufig vor. In Paghan steht auch die sog. Kürbispagode, Fig. 590, welche auffällig an manche Topes des eigentlichen Ostindien erinnert. Die Ter-Tschunam, einem Beton aus Muscheln und weißen Korallen. Die Terrassenränder sind mit (symbolischen) Kleeblättern verziert. Die Trepvenstufen be—⸗ noch ziemlich roh, an der Kürbis-Pagode zu Kleeblättern gestaltet sind, weiter zu Dagopmodellen ausgebildet. Von den zwei Terrassen, auf denen sich die Pagode erhebt, ist die unterste über 3m. hoch u. 420 m. ins, die zweite nahe an 7 m. hoch und 280 m. ins [J. Die 110 Dagopmodelle sind 10 m. hoch und der große Dagop selbst hat ziemlich 120 m. Durchmesser bei etwa gleicher Höhe. II. Dagopmodelle, Dscheddi's, oft in großer Anzahl, oft auch einzeln an den Straßen, etwa die Stelle der Betsäulen vertretend. Bei jedem Dorf befindet sich mindestens eins, auf öffentl. Plätzen, in der Nähe großer Pagoden sowie auf Begräbnisplätzen u. dgl. mehrere. III. Die Begräbnisplähe sind meist um eine kleinere Pagode herum angelegt, oder durch eine im Freien befindliche Buddhastatue ausgezeichnet, Fig. 591. Die Grabmäler selbst bestehen selten aus gemauerten Pfeilern od.ein-IVV. Dem Nat des Hauses, der Familie, Nat-Sa, wird auch ein Heiligthum, Nat⸗ Sang, an beschattetem Ort in Gestalt eines Hausmodells auf einem Pfahl aufgestellt u. Obpfergeld hineingelegt. V. Betkapellen od. Thein, die eigentlichen Tempel, d.h. Andachtsstätten, meist kleine quadratische oder auch, bes. in Paghan, durch, Vorhallen bildende, Ansätze kreuzförmig gestaltete Bauten, schwankend von 10—100 ꝗm. im Flächenmäaß des eigentlichen Kerns, um den sich jene Ansätze, sowie die von 10—100 m. Seitenlänge erreichenden Terrassen legen, welche mit zahlreichen Dscheddi's und Statuen von Nats und Bilus (Ungeheuer) besetzt sind. Der größte der Thein in Paghan ist die Ananda, die Endlose, Einzige, nach der Gemahlin des Gautama-Buddha. Der mittlere Würfel, über die Anbauten aufsteigend, ist 10,31 m. hoch u. trägt 6 Terrassen, auf denen erst der Pyramidenthurm oder Kuppelthurm aufsteigt, der sich bis 51½½ m. Höhe erhebt. Vier je 10m. hohe Darstellungen der vier Buddha's stehen in dem Tempel. Einen anderen Tempel von Paghan, Abbildung (Fig. 595) stellt den jetzigen Königspalaf Mandalapy dar, sie macht alle nähere Schilderung unn denn sie zeigt ziemlich deutlich die Anlage der oft sich i einander schiebenden Dächer etc. Der Palast steht stete der Mitte der Stadt, die sehr regelmäßig um ihn her angelegt ist. Der Palast von Amerapura hat 3 Mar umfassungen, dann ein hohes Pfahlwerk von Teakholz dann noch eine Backsteinmauer. Sobald man die uh 0 letzte Mauer hinter sich hat (durch jede führen 4Thore), steht man vor dem Maye nan, dem Erdpalast, dessen Boden aus gestampfter Erde besteht und der' den 20 m. tiefen Audienzsal, Zaydawon-Loung, enthält. VIII. srücken bestehen aus hohen Teabpfosten, ö welche durch Querbalken ö verbunden und mit Dielen überlegtsind. Die Geländer MM,NN sind reich geschnitzt, die MSNWNNNN, Pfeiler durch Pfahljoche ge 0. NNCNMNN,/ IX. Dzyats, d. h. Ruhe⸗ h h plähe, sind offene Häuser zu N in regelmäßigen Abständen MNN,,N an den Straßen entlang WWWW Birubaum, Holzbirnbaum, m. W (Pyrus communis Fam. Pomaceae), frz. poirier, m., engl. pear-tree, st zu Holz mit dieser Masse fein nütz, gröber sprenkeln u. erhält über angenehmes Ansehen. 2.2 S in Virnbaum wird selten zu N rum verwendet. und formée; birnenförmiger hat dann dur öhre verstof nmütze (s. d. tr. Art. engl. bis! nus, sedes stand der dem Altar der Presb auf 7 oder (cathedra daß der ganze Ger sehen konn im Freien um, am Säule mit stus⸗ oder s. Fig. 598 der Altar gerückt wi man nicht zu haben, B.anbring wechselte e Stellung, gar im 8. eingerichte Jahrh. ger der feste e Linken des der Nordse Chors, un selten fin' weichunge mer zeigt gleitet von die Diakon Chor von? geben, so in dieselber diese drei sedllia, ite bei säule nem Chor ben frei. J meist der England Sitz für de stimmt, höher gest beiden ar ganz du Anlagen f niedriger al ie die reicher en wurden en. Der gie Irch die Löcher pft wird. — .). — 4. Im estaltung der e m. d'éveshop's-stool, sepiscopalis, pacis; in den chen Kirchen rselbe hinter r im Scheitel byterialnische meinde übernte (vgl. Fig. 38), oder auch auf dem Atri-Fuß einer t einem Chri-Marienbild, 8; später, als in die Apsis t recht gewußt wo man den gen solle; nun er häufig seine ja wurde so- als Faltstuhl wann er wie-Stellung zur 8 Altars, auf eite des hohen nd nur höchst iden sich Aben. Fast imer sich hier ben zwei etwas en Sitzen für nen. War der Mauern umbrachte man in Nischen für i Sitze (lat. al. sedili) an, enumschlossestehen diesel-In Italien ist mittelste, in der östlichste en Bischof beimmer aber stellt als die nderen. Bei irchgebildeten steht derselbe ls der Altar; Stils, allgere Form eines t von Löwen mit Hunde-, hoch aufsteijothische Stil W. teste „porcelaine f. cuité en u. sic ed porcelain, bisket. rühr isirt ist, daher überhaupt einig de Biscuitsachen heißen. —in ei in Fluß gerathen und an erhä er. — 3. frz. biscuit, m., dere Christen die in der Fels⸗ weri wuenen Gräber, wenn sie Gur mmt waren. u. g ugl. bister, brauner Lack, des ischersister, eine aus Glanz⸗ kohl be, in dem Verhalten bei ruß Erdfarben stehend, häufig anzi isurfarbe brauchbar; bes. bleil »n u. gleichförmigen Stücke von Glanzruß, pulverisirt iebt sie fein; auf dieses Pulvergießt man reines Wasser, rt es mit einem Glasstäbchen anhaltend um, läßt es ge Zeit stehen, schüttet die überstehende Flüssigkeit in anderes Glas und fährt so einige Male fort. Man ilt so mehrere Sorten von immer steigender Feinheit; erste u. zweite Absatz ist nicht brauchbar; die späteren den jeder für sich auf Papierfiltern gesammelt, mit mmi od. Lakritzensaft angerieben, zu Täfelchen geformt zetrocknet. Den schönsten B. erhält man aus dem Ruß trockenen Buchenholzes, nie aber darf man Steinlen-oder Torfruß dazu verarbeiten. Da der aus Holzbereitete B.aber gern Feuchtigkeit aus der Atmosphäre ieht, die damit ausgeführten Malereien also stets feucht iben, so ist 2. der sogenannte mineralische Bister beliebter. Zubereitung: man gießt eine Auflösung von Aetzkali in eine dergleichen von schwefelsaurem Mangan, wodurch ein schmutzigweißer Niederschlag entsteht, der etwas ins Rosenrothe spielt; diesen wäscht man so lange, bis er eine schöne braune Farbe zeigt, läßt ihn abtropfen und dann trocknen.