FeedBleiröhre
Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Bleiröhre, f. frz. tuyau en plomb, engl. leaden pipe. Sie werden in der neueren Zeit vielfach angewendet, da man dieselben jetzt in jeder beliebigen Länge preßt, während sie früher meist über einen Dorn gegossen und dann auf der Ziehbank gezogen wurden, wobei natürlich die Länge der Röhren sehr beschränkt blieb. Die jetzt in den Handel kommenden Bleiröhren sind fast in allen gewünschten Weiten von 4 — 140 mm. innerem Durchmesser mit 2 —16 mm. starken Wänden zu haben, und können die weitesten bis 5 m., die engsten bis 56 m. lang aus einem Stück geliefert werden. Gewichtetc. giebt folgende Tabelle. 1 4 2 0,86 16 56,6 25 2 6 2 1s,1586,9 56,6 16 3 92 1,57 63,5 3⁴ 11 4 1227½5 2,59 38,6 20 10 a 155 3,13 31,9 14 8 6 183 4,50 22, 9,6 8 10 29 3,5 8,1½2 12,3 1477 6 11⁴ 32 355 8,8811/½2 12j,5 55 12b 35 11,„14 9 9j,3 6 13 38 4,5 13,68 7,3 8,5 6 15⁰ 445 17,52 5,7 6 5/7 16 48 5 19 5,5 5 52 180 546 25,8 3,87 7j„3 55 19 56 5/7525,4 3,90 7j3 20 59 28 3,60 5,6 8 21⁰ 6²2 6 29,2 3,40 5,6 5 24 33 4,5 4,2 260 82 6 38 2,63 5 37 27b 9⁰ 6,25 43 2,32 4,5 3,5 28 9⁵ 6 43j4 2,30 4 3,2 30b 102 6,5 50,5 2 34 32 3 7⁴ 1j„35 2,8 2,5 Röhren von noch größerem Durchmesser werden aus Bleiplatten gebogen und zugelöthet. Die Versendung geschieht in Ringen, welche gehörig mit Stroh umwickelt sind. Die Vereinigung am Stoß solcher Röhren geschieht am besten durch Verschmelzung ihrer Ränder mit Hülfe einer durch einen Luftstrom zur Stichflamme angefachten Flamme von Wasserstoffgas, s. d. Art. Bleiloth 2. Da B.n in Berührung mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten letzteren leicht einen gesundheitsgefährlichen Bleigehalt mittheilen, so stellt man neuerdings durch Pressen Bon mit einer inneren Zinnverkleidung her. (Sιιϰσν. Hleiroth, u., od. Mennige, s. d. Art. Bleifarbe I. 3.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 412Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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