Blumengestell, n., Slumenständer, m., Blumenstellage, f.; sie kommen theils in Gewächshäusern, theils im Freien, in Gärten oder auch in Zimmern zur Anwendung; im ersten Fall sind sie hauptsächlich so einzurichten, daß man möglichst viel Blumentöpfe darauf placiren kann. Sie erhalten zu diesem Behuf die Gestalt einer steilen Treppe ohne alle Verzierungen. Die einzelnen Stufen bestehen aus Latten, damit die Luft hindurchstreichen kann, und müssen etwas höher als die darauf zu stellenden Töpfe sein. Sie werden häufig mit einem leichten, beweglichen Schirmdach von Leinwand oder dergl. versehen, um die Blumen beliebig vor Regen oder Sonnenschein schützen zu können. Die in Zimmer gestellten Blumenetagèren, Blumeutische etc. dienen zugleich zur Verzierung; doch darf man bei ihrer Ausschmückung nicht zu weit gehen; die Blumen selbst, ihre Stellung gegen einander etc. müssen immer die Hauptmittel zur Erreichung des dekorativen Zwecks bleiben. Das Gestell selbst muß so eingerichtet sein, daß es durch diese Blumen möglichst den Blicken entzogen wird. Arabesken (s. d.) genannt bilden ein bequemes, fast nur zu oft wiederholtes Mittel der Ornamentirung, bes. von langen, laufenden Flächen, z. B. Friesen. Fig. 708 giebt eine B. römischen Stils; mehr s. unter d. Art. Blumen und Blumengehänge, sowie Ornamentik, Laubwerk, Rankenzüge, Grotesken etc.