FeedBlumenstab
AllerleiBau-Lexikon 1881

Blumenstab, m., frz. roseau, m., mit Blumen u. Blättern umwundener Stab, in kleinen Hohlkehlen, bes. in den Kanälirungen, im Barockstil vielfach angebracht. Blumenstengel, m.; diese kommen natürlich eben so vielfach in der Ornamentik zur Anwendung, wie Blumen überhaupt, werden jedoch selten einzeln benannt; nur am korinthischen Kapitäl (s. d.) spielen die B., cauliculi, eine einigermaßen selbständige Rolle. to blunt, a. v., engl. abstumpfen, to blunt the glass, blind machen, mattschleifen; blunt, blunted, adz., engl., stumpf, blunt angle, stumpfer Winkel. YVlüse, f., Leuchtthurmflamme; s. d. Art. Leuchtthurm. Vlut, n., frz. sang, m., engl. blood, wird häufig als Bindemittel für den Lehm, öfters auch bei Farbeanstrichen verwendet; auch die Töpfer bedienen sich seiner zum Färben kleiner Gegenstände; s. übrigens d. Art. Rindsblut. Das kostbare B. Christi und der Blutzeugen (Märtyrer) wird symbolisch durch Edelsteine (s. d.) dargestellt, daher unter den Heiligen blos die lntheiligen mit Edelsteinen geschmückt darzustellen sind. Ghlutachat, m., frz. agate f. sanguine, engl. bloody agatée, s. im Art. Achat. UVlutbuche, f., unterscheidet sich nur durch ihre dunkelrothen Blätter von der Rothbuche; s. Buche. Vhlutbühne, f., Blutgerüst, n., s. Schaffot.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 425Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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