Blumengehänge, n., frz. feston, m., guirlande, f., fleuronage, m., engl. wreath of flowers, garland, flowerwork. Sie bieten ein dankbares Mittel zur ornamentalen Ausfüllung von Räumen und Flächen, welche eine streng stilisirte Verzierung nicht wohl erlauben; man kann dieselben entweder naturalistisch oder phantastisch behandeln, z. B. als Guirlande mit flatternden Bändern, als herabhängende Bouquets etc., u. würde dies bes. in der Renaissance, im Barockstil, im pompejanischen etc. am Platze sein, sowie gemalt bei fast allen Stilen, mit Ausnahme vielleicht der vorklassischen, oder man stilisirt sie im Charakter des betreffenden Stils, oder man schmiegt sie, mehr oder minder stilisirt, der architektonischen Gliederung an, wie z. B. in gothischen Hohlkehlen, auf Renaissancewülsten, bes. an Plafonds etc.; doch dürfen sie weder zu sehr vorherrschen vor den architektonischen Hauptformen, noch zu ärmlich oder spärlich aussehen.