Feedbombenfest
BaukunstBau-Lexikon 1881

bombenfest, adj., frz. à Pépreuve de bombe, engl. bombproof, auch bombenfrei. Bombenfeste Gebäude theilen sich nach dem Material ein, aus dem sie errichtet sind: 1. Lehmmauern sind bereits bei m. Stärke b., also würde ein aus Lehm gegossenes Gewölbe, um b. zu sein, m. mehr fähigkeit halber bedürfte. 2. Erdwände müssen 1,½% m. stark sein, um b. zu sein. 3. Ziegelmauern sind bei 0, m. Stärke b., von dem Gewölbe gilt dasselbe wie bei 1; will man an Ziegeln sparen, so versieht man das Gewölbe mit einer Lehmaufschüttung von ca. Im. Stärke. 4. Holz ist bereits bei 0,½ m. Stärke b.; auch hier unterstütztman diese Bombenfestigkeit noch durch eine Erdaufschüttung von m. Stärke; wenn man aber 1,8½ m. Erde aufschüttet, braucht man die Balken darunter blos 0,½ m. stark zu machen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 454Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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