FeedBrenst- -Work
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Brenst- -Work, s.,engl., 1. (Schiffb.) die Schotting, das Schott (s. d.). — 2.( Zimm. das Geländer (besaus Stempeln u. Riegeln). — 3. (Befest.) die Brustwehr. bréccia (Mineral. )„ Trümmergebilde aus theils scharf⸗ „ theils stumpfkantigen abgerollten od. zugerundeten Bruchstücken u. Massen verschieden großer u. kleiner Blättchen u. Körner, durch einen einfachen od. gemengten Teig od. durch ein anderes Bindemittel zusammengehalten. Es gehören dazu sämtliche Grauwacken, das Todtliegende, der Sandstein, die Nagelfluhe, der Traß u. viele andere; hier sollen jedoch nur diejenigen aufgeführt werden, welche gewöhnlich unter dem Nanten B. od. Puddingstein in der Technikvorkommen. 1.Breccienmarmor besteht aus verschiedenen Bruchstücken, durch Kalkmasse verbunden. Manunterscheidet hier insbesondere große und kleine B.n, d. h. aus größeren od. kleineren Bruchstücken bestehende, od. auch B.n- u. Brocatellen-Marmor; im Deutschen wird er auch wohl Bresche gen.; dahin gehört Giallo, Verteu. Rosso antico. 2. Breccienartiger Kalk, aus Kalksteinstücken bestehend, die durch Kalksteinmasse an einander gekittet sind; dem vorigen Jia 8 3. Kiesel-Breccie; die durch ein thoniges oder kieseliges Bindemittel verkitteten Stücke bestehen aus gemeinem Quarz, Hornstein, Eisenkiesel, Jaspis. — 4. Aegyptische Breccie, besteht aus einer Menge Fragmenten von grünem, gelbem, rothem Granit etc., die abgerundet und durch einen Kitt mit einander verklebt sind. — 5. Feldspatige Kieselbreccie; eckige Körner oder größere Stücke Quarz und Körper von frischem oder zersetztem Feldspat sind durch ein quarziges Bindemittel vereinigt. Die Farbe ist grau od. weiß; statt Feldspat enthält das Gestein zuweilen eine der Porzellanerde sehr ähnliche thonige Substanz in kleinen Partien. Der großen Schönheitu. geringen Festigkeit wegen eignen sich die Brercienarten mehr zu Verzierungen als zu Bausteinen. ted agate, s. v. w. Trümmerachat (s. d.). Vgl. Achat. grechbarkeit, f. der Licht-, Wärme- u. Schallstrahlen; s. Brechung, Akustik, Licht, Wärme und Schall. Breche, f. (Wasserb.), bei steinernen Wehren ein hölzerner, mit Lehm oder Thon ausgeschlagener Rost, womit die eine Seite des Sattels belegt ist. Brecheisen, n., 1. auch Brechbaum, Brechstange, Hebel, Hebeeisen, Geiß- oder Kuhfuß genannt, frz. anspect, m., levier, m., verdillon, m., engl. betty, handspick, handspeck, erow, erow-bar, besteht aus einer eisernen, 1½,½% bis 1s¾% m. langen, unten in einem etwas stumpfen Winkel gebogenen oder auch geraden, 2—5 em. starken Stange, wie aus Fig. 834, welche das Eisen von der Seite, u. Fig. 835, welche dasselbe von vorn darstellt, zu ersehen ist. Dasselbe wird als einfacher Hebel nach Fig.837 mit dem Stützpunkt a, dem Angriffspunkt der Last bu. dem Angriffspunkt der Kraft e, oder als zweiarmiger Hebel nach Fig. 836, mit dem Stützpunkt à auf der Unterlage, dem Angriffspunkt der Last b und dem Angriffspunkt der Kraft e angewendet. Kann nun auch mit einem langen Hebeeisen, wenn es nach Fig. 836 gebraucht wird, schon eine beträchtliche Last gehoben werden, weil dabei die Arbeiter mit ihrem ganzen Gewicht an demAngriffspunkt der Kraft abwärts drückend wirken können, und zu der Kraft der Arbeiter noch das Gewicht des Hebeeisens von dem Stützpunkt à bis zu dem Angriffspunkt der Kraft e zugerechnet werden kann, so reicht es doch zum Heben sehr großer Lasten um deswillen nicht aus, weil das Eisen zu kurz ist und an demselben die dazu erforderliche Anzahl von Arbeitern keinen Platz findet. Es dient daher meist nur zum Ausreißen großer Nägel, Aufsprengen der Schlösser u. zum Aufheben oder Losreißen solcher Steinmassen, welche bereits durch Fugen od. Klüfte von ihrer Umgebung ganz oder größtentheils getrennt sind. Sc%να.] — 2. Auch Prechbeitel, Brechbetel, Schiefbetel, m., frz. ciseau m. à rompre lées bordages, engl. eroοEed chisel, ripping chisel, kleines B., stumpfer Meißel mit einseitigen Ballen zum Aufbrechen von Verkleidungen, Küsten, Thüren etc. Zu Art. Brecheisen. brechen, akt. Z., frz. rompre, engl. to bréak, heißt: 1. das durch mechanische Kraft herbeigeführte Vernichten der Kohäsion zwischen einzelnen Theilen eines Ganzen, bes. eines harten Körpers oder Gegenstandes. Daher: 2. Steine b., frz. tirer la pièrre, engl. to quarry stones, das Gestein vom Felsen trennen und in kleine Theile zerlegen. Wenn das Gestein so nahe unter der Oberfläche liegt, daß keine sehr beträchtliche Masse von Dammerde, Lehm, Sand, Schutt od. Gerölle abgeräumt zu werden braucht, um an dies Material zu gelangen, so findet der Abbau in offenen Steinbrüchen unter freiem Himmel (zu Tage) statt u. besteht einfach darin, daß nach Entfernung fremdartiger Körper die Steinmasse in größeren od. kleineren Stücken abgelöst wird; ist gagegen das nutzbare Gestein so mächtig überlagert, daß die Abdeckung zu kostspielig sein würde, so müssen unterirdische Steinbrüche angeordnet werden, indem man horizontale und vertikale Zugänge (Schächte u. Stollen) zu dem Gestein eröffnet, letzteres mit ähnlichen Mitteln wie beim Tagebau abtrennt und durch eben jene Zugänge herausfördert; ein solches B. gehört dann schon zum Bergbau. Doch wendet man das Wort auch intransitiv an, indem man sagt: an diesem Ort b. diese oder jene Mineralien, d. h. sie werden dort gebrochen. — 3. Die Bewegung b., d. h. ihr eine andere Richtung geben. — 4. frz. briser, eine Treppe oder Dach b. od. mit einem Absatz bauen, heißt: einer Treppe, Dach etc. am Ende od. an einer andern Stelle eine andere Richtung geben als zu Anfang. — 5. Licht- od. Wärmestrahlen, werden gebrochen od. b. sich, frz. sont réfractés, d. h. diese Strahlen gehen in veränderter Richtung in ein anderes Medium über; s. d. Art. Brechung, Licht, Wärme und Schall. — 6. Die Farben b.,frz. rompre lès couleurs, engl. to break the colours, sie entweder auf der Palette mit dem Pinsel mischen und so verschiedene Farben (Tinten) zubereiten, mittels welcher man den Gemälden das Gehörige an Licht und Schatten geben kann; oder auf den Gemälden, der Wand re., oder auch schon beim Einmengen die Farben dämpfen, frz. casser les couleurs. — 7. Kalkartige Körper b. die Säuren, heißt, daß derartige Körper die Säuren an sich ziehen. — 8. s. v. w. durchschlagen, eine Thür durch eine Mauer b., frz. Ppercer une porte etc., engl. to break through a wall.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 471Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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