FeedArrowroot (spr. Arroruht)
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Arrowroot (spr. Arroruht), auch Westindischer Salep, ftnollgen und fani ein feines Stärkemehl, in den knolligen und fast weißen Wurelstöcken einiger zur Gattung Maranta gehörenden Wlanseh namentlich M. arundinacea, M. indica, M. nobilis, enthalten. Es kommt gegenwärtig nicht bloß von Westindien, sondern von den verschiedensten Punkten der Erde in den Handel. Auch das Kassawamehl von Manihot utilissima verkauft man zuweilen unter diesem Namen. Die häufigen Verfälschungen des A. durch anderes Stärkemehl erkennt man, indem man die Masse in Wasser auflöst. Ist eine Mischung ooeg Ndenz so schwindet der eigentümliche Geruch des A., und beim Erkalten erscheint die Substanz nicht gallertartig, sondern meist Irhufth n Betreff seiner Verdaulichkeit und Nahrhaftigkeit sen das A., das man entweder zur Herstellung feiner Speisen und Backwerke benutzt oder medizinisch verwendet, nichts vor der Reis⸗ und Weizenstärke voraus. 159,9.14˙8 (Aaron), verdienter engl. Kartoraph, geb. 14. Juli 1750 zu Winston in der Grafchaft Durham, kam 1770 nach London und gründete dort einen Kartenverlag, der unter seiner Aufseld. zu hoher Blüte gelangte. Es ingen aus demelben über 130 Atlanten und größere Karten hervor, die sich durch eine bis dahin unerreichte Genauigkeit und Deutlichkeit des Stichs auszeichneten und namentlich für die Hydrographie bedeutenden Wert haben. Besondere Erwähnung verdient die Weltkarte nach Mercators Projektion (1790 und 1794), die er mit Erläuterungen begleitete; die große Karte von Schottland (1807) und der „General Atlas (1817). Nach seinem Tode erschien von ihm eine Schrift Geometrical projection of maps (Lond. 1825), in welcher er die Resultate seiner langjährigen Erfahrung Sohn A. Er starb in London 23. April 1823. — John A., Neffe des vorigen, geb. 23. April 1790 zu Winston, trat 1810 in das kartographische Institut seines Oheims, das er nach dessen Tode übernahm. A. hat sich gleichfalls als Kartograph einen Namen erworben, unter anderm durch den „London Atlas of universal geographys (1834—37) und durch die Karten zu zahlreichen Reisewerken, wie zu Leichhardts Expedition nach dem Innern Australiens ita Livingstones Untersuchungen im südl. Afrika (1857) u. 4. A. starb 2. Mai 1873.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 6Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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