Arsenius, genannt Autorianus, griech. Titularpatriarch von Konstantinopel, berühmt durch die Festigkeit, mit der er die Kirchendisciplin gegen den Kaiser aufrecht hielt, war früher Mönch zu Nicäa, dann Einsiedler auf dem Berge Athos, wurde aber 1254 von Kaiser Theodor II. Laskaris zum Titularpatriarchen von Konstantinopel erhoben. Er zerfiel bald mit dem Hofe, da man sich seiner als Wertzeug N polit. Zwecken bedienen wollte. Als Laskaris' Nachfolger, Kaiser Michael VIII. Paläologus, 1261 den 11jährigen Sohn seines Vor-Heß ertz den legitimen Erben des Reiches, blenden ieß, exkommunizierte —7 A. Da eine Aussöhnung mit dem 37 unmöglich war, wurde A. auf eine Insel in der Propontis verbannt, wo er 1267 starb.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 13Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei