Ascher (Ant.), Schauspieler und Theaterdirektor, geb. 15. Juli 1820 zu Dresden, kam, nachdem er die Unterweisungen Tiecks genossen, durch Heckschers imchen spien zur Bühne und debutierte 1837 zu Hainichen, spielte darauf in Meißen, Bautzen, Zittau, 1839 in Wiesbaden, 1840—44 am Hoftheater seiner Vaterstadt, von der er sich nach Hamburg, dann nach Königsberg wandte; 1846 nahm er ein Engagement in Kassel an. Nach kurzem Wirken in Potsdam kam A. 1848 ans Friedrich-Oherregifeur dis Theater nach Berlin, dem er als berregisseur bis 1860 vorstand; dann ward er Mitglied des Quai-Theaters in Wien und leitete 1866—72 das Carl-Theater daselbst mit gutem Erfolg. A. ist ein tuchtiger Schauspieler in Rollen wie Thorane („Königslieutenante), Richard Weiß (Dir wie miro»), Bolz (Journalisteno), Adolf Zumbur (Bekenntnissen u. s. w. chera, altsemit. Göttin, s. Astarte. — A. ist auch der Name des 214. Asteroiden. (S. unter Planeten.) schermittwoch oder dan dem Eomtag einðrum) heißt der Mittwoch nach dem Sonntag Estomihi, der erste Tag der 40tägigen oder großen Fasten, welche nach beendetem Karneval die rom. Kirche vor Ostern hält. Der Name findet seine Erklärung durch die in der röm.⸗kath. Kirche übliche Sitte, an diesem Tage das Haupt mit Asche zu bestreuen, was an die Buße in Staub und Asche erinnern soll. Der griech. Kirche blieb diese Sitte unbekannt; wann sie im Abendlande aufgekommen ist, — ungewiß, doch Iim Dause de schon eine Synode zu Benevent (1090). Im Laufe des 12. und 13. Jabrh. fand sie allgemeinere Verbreitung. Die vor der nphe auf den Altar gebrachte, unter Gebet und Antiphonien mit Weihwasser besprengte und mit dem Rauchfaß geräucherte Asche wird schweigend auf die Stirn des weihenden Priesters, dann unter den Worten: Memento, quod einis es et in einerem reverteris (Gedenke, daß du Asche bist und zur Asche zurücktehren wirst) von diesem auf die Häupter der versammelten Laien gestreut. Die Asche selbst wird von Ol⸗ und mgamionnt gewonnen, welche im Jahre irAir am Palmsonntag geweiht worden. In der prot. Kirche pflegen vielfach die Fastenpredigten am A. zu beginnen; eine kirchliche Feier des Tages hat aber nur die anglikan. Kirche beibehalten.