Aschines (grch. Aischin's), der Redner, geb. zu Athen 390 v. Chr., Sohn eines geringen Mannes, der eine Schule hielt, verbrachte seine Jugend in siuhreichen S Später Schreiber, zuletzt bei den ein- als vertrauter Agent angestellt, nachdem er eine Zeitlang auch tragischer Schauspieler gewesen war, erlangte er solche Kenntnis der öffentlichen Geschäfte und solche Übung in der Beredsamkeit, daß er, nachdem er wiederholt zum Amte eines Staatsschreibers gelangt war, auch als Staatsredner auftreten konnte. Seine imit sie bnne keit drehte sich, wie es die Zeitlage mit . rachte, wesentlich um Athens tellung zu Philipp von Macedonien. Er war mit Demosthenes bei der naem Hhr. die wegen einer friedlichen Ausgleichung im Febr. 346 nach längern Kämpfen der Athener gegen 4 fur st an diesen geschickt wurde, der ihn in 10 ür sich zu gewinnen wußte. Bei der zweiten dauf d. im Sommer 346 an den König, dem der Eid auf den abgeschlossenen Frieden abgenommen werden sollte, reiste A. mit seinen Kollegen trotz allem Drängen von seiten des Demosthenes so langsam, daß jener die kriegerischen Unternehmungen, die man hätte achbus 50 1 en, vor dem förmlichen Friedensabschluß vollenden konnte. Entschiedener Parteigänger hilipps in Athen, hörte er seitdem nicht auf, dem Demosthenes entgegen für Phili zu wirken, gab namentlich in Delphi 339 den Anlaß zum letzten Heiligen W Thebis die von Chäronea 338 Athen und Theben den Macedoniern unterwarf. Als trotzdem der attische Patriotismus 336 dem Demosthenes einen Tendem Kranz (auf Ktesiphons Antrag) für seine erdienste um das Vaterland zuerkennen wollte, erhob A. deshalb Klage gegen letztern. Der Prozeß kam aber erst — erhandlung, in der nach einem weltberühmten Redekampfe A. unterlag, und da nicht der fünfte Teil der Stimmen für ihn war, zu der gesetzlichen Geldbuße verurteilt wurde. Moralisch vernichtet verließ er Athen, um nach Ephesus u gehen. Nach Alexanders Tode begab er sich nach ½ wo er eine Rednerschule errichtet haben soll, später nach Samos, wo er 314 starb. Außer andern Nachbildungen des A. ist eine treffliche Statue desselben erhalten. Drei Reden von N. sind noch vorhanden. Sie stehen in den Ausgaben der attischen Redner von Reiske (Bd. 3 u. 4), Bekker (Bd. 3), Baiter und Sauppe (Zür. 1842) und C. Müller (Bd. 2, Par. 1850). Besonders wurden sie herausgegeben von Bremi (2 Bde., Zür. 1823—24), der auch eine deutsche Übersetzung geliefert hat (3 Bdchn., Stuttg. 1828), Franke (Lpz. 1851 u. 1860), Benseler (mit deutscher Uübersetzung, 3Bdchn., Lpz. 1855-60) „Schultz (Lpz. 1865) und Weidner (Berl. 1872). Zwölf Briefe, die des A. Namen tragen, hat die Kritik als unecht verworfen. Sein Leben bearbeitete Stechow (Berl. 1841). Vgl. Schäfer, Demosthenes und seine Zeity (3 Bde., Lpz. 1856 58)/ Castets, EEschine l'orateure (Par. 1873). „Aschmunein, El-Aschmunein, kopt. Schmun, Flecken in mal. 50 km u merhald dem Nil und dem Josephskanal, 90 em unterhalb Siut, zählt 7— 8000 E. Hier stand im Altertume Hermupolis Magna, dessen Kastell und Zollstätte die Südgrenze von Mittelägypten oder der Heptanomis bildete und welches die Hauptstadt desselben blieb, bis Kaiser Hadrian Antinoopolis (ihr nordöstlich gegenüber, am rechten Nilufer) dazu erhob. In der9 ähe dieses Ortes und der Wüste wurde König Amalrich von Jerusalem 18. März 1167 von Schirkuh besiegt bei dem Engpaß Babain, Beben oder Abuan. Die Schlacht heißt auch die von Monia oder Lamonia, nach der 37 km nördlich liegenden Stadt Minieh.