Asciano, wohlgebaute Stadt in der ital. Provinz Siena, auf einem Travertinhügel, links am Ombrone, an der Eisenbahn Florenz-Rom, welche durch die hier penoSioita Linie nach Grosseto mit der Bahn Livorno-Civitavecchia-Rom in Verbindung steht, hat mehrere schöne Kirchen, unter denen namentlich Sta.⸗Agatha bemerkenswert ist, ein Waisenhaus, ein Theater, Mineralquelle und Badeanstalt und zählt (1880) 2224 (Gemeinde 7668) E. Auf der waldigen Höhe des südlich von A. gelegenen Berges Acona liegt das Kloster Monte Oliveto, mit bedeutenden Fresken, Darstellungen aus dem Leben des heil. Benedikt, meist von Sodoma. Aseidien oder Seescheiden heißen eigentüm920 Meertiere, die zu den Manteltieren (Tunicata) gehören. Der Körper wird von einem meist lederartigen oder knorpeligen, aus Cellulose bestehenden Mantel umhüllt, mit welchem die Seescheide festsitzt, und der nur zwei nahe beieinander liegende, oft röhrenförmig ausgezogene Offnungen hat, eine Einnahmeöffnung für Nahrung und Atemwasser, eine Ausgangsöffnung für alle Produkte. Der größte Teil des innern Körpers wird von einem dünnhäutigen gefäßreichen Kiemensack gebildet, der sehr zahlreiche, mit Wimpern besetzte Spalten hat. Das Wasser tritt durch die vordere, 5 wie die hintere mit sternartig gestellten Fransen besetzte offnung ein, erfüllt den Kiemensack und fließt durch die Spaltöffnungen in einen besondern Raum, die Kloake, der mit der zweiten, der Ausführungsöffnung, kommuniziert. Die Eingangsöffnung des Darms findet sich am Grunde des Kiemenstocks; der Darm ist gewunden und öffnet sich zuletzt in die Kloake. Die Tiere haben im Grunde des Körpers hinter dem Darme ein Herz, das von Zeit zu Zeit die Richtung ändert, nach welcher hin es das Blut austreibt, einen Nervenknoten, zuweilen Augen, große Leber und sind Zwitter. Die Eier, welche durch die Kloake ausgeworfen werden, laufen merkwürdige Metamorphosen durch. mich der Entdeckung Kowalewskys zeigt die Entwickelung, namentlich in des Cie auf die Anlagen des Nervensystems und des Skeletts, große Ahnlichkeiten mit derjenigen des niedersten Wirbeltiers (Amphioxus) und somit der Wirbeltiere uderigwan Die Larven haben meist einen großen Ruderschwanz zum Umherschwimmen, werfen übrigens beim Festsetzen alle den Wirbeltieren ähnliche Charaktere durchaus ab. Die Analogie dieser Charaktere ist indessen vielfach und nicht ohne Glück bestritten worden. Es 2 einfache und gesellige Seescheiden (Synascidia). Letztere, oft in den lebhaftesten Farben prangend, setzen sich häufig auf Tangblättern an, wo sie sternförmige Figuren bilden. Bei der Berührung ziehen sich die Tiere ubas Waster im und spritzen aus beiden Offnungen das Wasser im Strahle aus.