FeedAscöli (A. Piceno, Asculum Picénum)
ErdkundeBrockhaus 1882

Ascöli (A. Piceno, Asculum Picénum), Hauptstadt und alter Bischofssitz der gleichnamigen ital. Provinz (1876 auf 2096 qkm 206 731 C.), liegt 85 km im S. von Ancona auf einem Berge, dessen Fuß der Tronto bespült, 143 m über dem Meere, 250 eine Citadelle, mehrere Brücken, ein altes röm. hor, eine Menge Klöster, 11 Kirchen mit alten Gemälden und zählt (1880) 11357 (als Gemeinde 22 956) E., die ansehnlichen Handel treiben und Tabriken in Majolika, Glaswaren, 9. 0n roher Seide, Leder, Hüten, Tuch, Rosoglio, Konfitüren und blanken Eisenwaren unterhalten. Der 30 kKm entfernte Hafen an der Mündung des Tronto bei Civita-Trontina ist nur für ganz kleine Fahrzeuge der Barre wegen zugänglich und hat seit der Eröffnung der Bahn Bologna-Brindist seine Bedeutung verloren. A. war die feste Hauptstadt der Picentiner, später ein röm. Municipium und gab durch Ermordung des Prätors Q. Servilius und anderer Römer 90 v. Chr. das Signal zum Ausbruche des Bundesgeno 4 in welchem die Stadt zerstört wurde. och kam sie später wieder in Aufnahme. Im Okt. 1878 stürzte infolge heftigen Erdbebens das dortige Haupttheater ein, wobei mehrere Menschen umkamen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 48Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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