Askälon (hebr. Aschkelon, arab. Askalän), in Palästina, eine der fün d am Mitte der Philister, wwiß en Gaza und Asdod am Mittelmeer gelegen, n einer an Wein, Ol, Nüssen, Granaten reichen Gegend, wird im Jonathan der Makkabäer eroberte die Stadt zweimal, Herodes verschönerte dieselbe durch Bäder, Paläste und Brunnen. A. war der Hauptsitz des Kultus der Derketo, der Aphrodite Urania der Syrer und Palästinenser, welche hier einen Tempel und einen Teich mit geweihten Fischen besaß. Die Askaloniten bewiesen sich von jeher gegen die Juden feindselig und übertrugen ihren Haß auch auf die Christen, welche hier vom 4. bis 6. Jahrh. einen Bischofssitz hatten. Unter dem Kalifen Omar wurde A., eine der festesten Städte Palästinas, von den Moslems erobert (638) und blieb in deren Händen, bis sie 19. Aug. 1153 von Balduin III., König von Jerusalem, eingenommen ward. Schon vorher, 2. Aug. 1099, gewannen bei A. die Kreuzfahrer unter Gottfried von Bouillon einen entscheidenden Sieg über das weit überlegene Heer des Sultans von Agypten. Nach der Schlacht bei Hittin 1187 nahmen die Sarazenen A. wieder. Die Stadt kam 1191 in die Gewalt von Richard Löwenherz und wurde 1192 zufolge einer Friedensbedingung von Christen und Muselmanen gemeinschaftlich zerstört; 1240—47 stand A. nochmals unter christlicher Herr1 Jetzt ist der Ort unbewohnt und nur wegen er Ruinen von Tempeln, Theater und Kloster besucht. Die Ruinen wurden 1866 von Baurat Schick in Jerusalem aufgenommen. Von A. haben die früher in der Umgegend häufig angepflanzten Schalotten (Ascalonitae, Echalottes) ihren Namen. Askanien, auch Ascharien oder Aschanien, eine ehemalige deutsche nhahtener und eine der ältesten Besitzungen der Anhaltiner, vielleicht deren Stammland. Die Grafschaft führte ihren Namen von der Burg A., welche nach der Sage schon im 6. Jahrh. zur Zeit der abt Asch gegründet sein soll und im Westen der Stadt Aschersleben lag. Die Burg wurde nebst Aschersleben 1140 unter Albrecht dem Bären durch Anhänger des Welfengeschlechts erstört, vom Grafen Otto dem Reichen von Ballensiedt gegen Ende des 12. Jahrh. neu erbaut. Heinrich I., Enkel Albrechts des Bären, nannte sich Fürst von Anhalt und Graf von Ascharien. Bei der um 1252 erfolgten Teilung der *** Besitzungen erhielt Heinrich II. Aschersleben, Wegeleben und Gernrode und führte den Titel Fürst von Anhalt und Graf von Ascharieno fort, ebenso sein Sohn und Enkel Otto I. und Otto II. Sein Haus erlosch 1315. Die Grafschaft kam hierauf mit der Wiumn Halber über die Stadt Aschersleben an das Bistum Halberstadt, welches dieselbe auch trotz Fehden und wiederholter Reichstagsbeschlüsse zu Gunsten der anhalt. Grafen nicht wieder herausgab. Der Fürst von Anhalten pon No a nahm zugleich den Titel eines Gra⸗ — von A.v an und vermehrte wegen seiner Anprüche auf die Grafschaft A. die Embleme des anhalt. Wappens durch den Bären, wozu später noch das zwölfmal geschachte Feld hinzukam, das aue die Stadt Aschersleben im Wappen führt. Die Burg A., die bereits der letzte Graf von A. dem Kloster Michaelstein vermacht hatte, verlor, nachdem die Stadt Aschersleben sich 1322 mit Gräben, Mauern und Türmen umgeben hatte, ihren Wert als Bollwerk, geriet deshalb unter der Herrschaft der Bischöfe von Halberstadt in Verfall und wurde endlich 1444 an die Stadt Aschersleben verkauft. Letztere ließ die Burg ganz abbrechen und einen Teil des von ihr eingenommenen Raums von der Stadtmauer umschließen. Mit der Säkularisation des Bistums nach dem Westfälischen Frieden kam A. an Brandenburg, ohne daß das Haus Anhalt eine Entschädigung dafür erlangen konnte.