Asir, Assir, Asyr, eine von thatsächlich fast unabhängigen Stämmen uDidschd Gebirgslandschaft Westarabiens, zwischen Hidschaz im N., Jemen im S. und Nedschd im O., ist erst durch die Kämpfe, in welche es wegen der Teilnahme an dem Wahabitenkriege gegen Mehemed-Ali von Agypten verwickelt wurde, einigermaßen bekannt geworden und bildet heute das gleichnamige türk. Sandschak im Vilajet Jemen. Das etwa 8800 akm große Land ist reichlich mit Quellen, Flüssen und andern Bewässerungen versehen, voll fruchtbarer Thäler, darunter das malerische Wadi-Scharan mit reichen Dirschhaume Die Bewo ungen, Mandel⸗ und firsichbäumen. Die Bewohner, fanatische Wahabiten, ard auf zu den kräftigsten in Arabien. Ihre Zahl wird auf 82 000 geschätzt, die aber zur Zeit der Wahabitenkämpfe, wo das Gebirgsland ein Asyl aller Unzufriedenen war, bis auf 400 000 anwuchs. Menadir, Hauptort des Landes, mit einem reichgeschmückten Beduinenpalaste, ist von einem Gebirgskranze umgeben, an dessen Westab4* die Festun Swerke von Reda liegen. sisi oder Assisi (Asisium), Stadt und Bischofssitz in der ital. Provinz Perugia (Compartimento Umbrien), 22 km südöstlich von Perugia an der Bahn von Perugia nach Rom, am südl. Abhange des Monte Subasio über dem Tiberzuflusse Chiascio hoch und malerisch gelegen, zählt (1880 als Gemeinde) 15 963 E. Die Stadt ist Geburtsort des röm. Dichters Properz, vorzüglich aber berühmt als der des heil. Franciscus, der hier 1209 das erste Kloster seines Ordens stiftete, welches seitdem unter dem Namen Convento sacro den ersten Rang unter den Klöstern der Franziskaner einnahm. Seit längerer Zeit befand es sich im Besitz der Minoriten und ist jetzt deutschen Die im got. Stile unter Leitung eines deutschen Baumeisters, Jacobus, ausgeführte Klosterkirche (1228 begonnen, 1253 eingeweiht) ist eine der sehenswertesten in Italien, ruht auf ungeheuern Substruktionen, . dreifach übereinander gebaut; in der Krypta befindet sich der Leichnam des Heiligen. Trefß iche Gemälde, zumal älterer Zeit, darunter von Cimabue und Giotto, schmücken die Kirche und Kreuzgänge des Klosters. Die dreischiffige, reich geschmückte Kuppelkirche Sta.⸗ Maria degli Angeli (3 km von der Stadt, dicht am dertelden ist ein Werk Vignolas von 1569; in derselben befindet sich ein Fresko von F. Overbeck; die alte Kapelle Porziuncula in der Mitte dieser Kirche erhielt ihren Namen von dem kleinen Erbe, das der heil. Franciscus seinen Anhängern Len von Im R 1832 stürzte ein bedeutender eil von Santa-Maria bei einem Erdbeben ein, wurde aber in ursprünglicher Form wiederherge2 Scharen von Wallfahrern finden 105 hier zu nfang August ein, wo gleichzeitig große 0 gehalten wird. Von Altertümern finden sich zu A. noch der herrliche Portikus eines Minervatemels sowie Reste eines Aquädukts und der etruskii anz von), s. Franz von Asisi.