FeedAskelöf (Joh. Christopher)
GeschichteBrockhaus 1882

Askelöf (Joh. Christopher), schwed. Journalist, geb. 13. Febr. 1787, studierte zu Lund, wo er 1805 Doktor der Philosophie wurde, und erhielt hierauf zu Stockholm eine Anstellung in der königl. Kanzlei. Seine publizistische Laufbahn eröffnete er mit der Herausgabe des Wochenblattes Polyfemo (1809 —12), welches besonders gegen die schwed. Akademie und den klassischen, d. h. franz. Geschmack gerichtet war. In einer Civilanstellung folgte er, 1813 — 14, dem Hauptquartier des Kronprinzen. Nach Beendigung des —d besorgte er, unter Leitung des Präsidenten von Billbergh, die Liquidation in den Ländern, in welchen das schwed. Heer sich aufgehalten hatte, und später, seit 1819, ward ihm die Meaulierung der pommerschen Donationen übertragen. In derselben Zeit gab er das Journal „Lifvet och Dödeno (1815 — 16) und mit dem Grafen von Schwerin und dem Generaldirektor Livijn die staatswissenschaftliche Zeitschrift Läsning till utbredande af medborgerliga Kunskapers 1816—17) heraus. Im J. 1829 trat A. mit dem Wochenblatte «Den objudne Gästeno auf, welches von 1830 unter dem Titel Svenska Minervas bis zu seinem Tode fortgesetzt wurde. Dasselbe hatte zur Aufgabe, die von dem «Aftonbladete vertretene liberale ules N1. zu bekämpfen. Seit 1840, wo ein liberales Ministerium zur Regierung gelangte, trat er auf die Seite der Opposition. Karb 12. Juli 1848. Witz, Jronie, polemische Schärfe und ein korrekter Stil sind die charakteristischen Eigenschaften seiner Schriften.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 64Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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