Adlersparre (Georg, Graf), schwed. General und Staatsmann, namentlich durch seine Mitwirkung beim Sturze Gustavs IV. bekannt, geb. 28. März 1760 in der Provinz Jemtland, studierte auf der Universität Upsala und trat 1775 in Militärdienste. Als Gustav III. gestorben war (1792), nahm A. als Rittmeister seine Entlassung und gab, nachdem schon früher zwei Hefte Gedichte von ihm erschienen waren, 1797 — 1801 eine liberale Zeitschrift: «Läsning i blandade Amneno, heraus. Beim Ausbruche des Kriegs gegen Rußlan 18⁰⁸ trat er wieder in Kriegsdienst und erhielt 1809 als Oberstlieutenant und Oberadjutant den Befehl über eine Abteilung der sog. Westarmee. A. ward in die Pläne zum Sturze König Gustavs IV. eingeweiht und trug wesentlich zu deren Ausführung bei, dadurch daß er sein m R in die Nähe der Hauptstadt führte. Nach dem Regierungswechsel wurde A schnell nacheinander Staatsrat, Generalmajor, Generaladjutant und in den Freiherrnstand erhoben. Es gelang ihm die schon während des Kriegs besprochene Erwählung des Prinzen Christian August (s. Karl August) zum Thronfolger durchzusetzen. Als sich nach dem plötzlichen Tode des Kronprinzen sein Ansehen minderte, zog er sich 1810 als Landeshauptmann nach Skaraborg-Län zurück. Im J. 1816 erteilte ihm der König die Grafenwürde. Als Landeshauptmann (bis w1824) erwarb sich A. große Verdienste. Die von ihm veranstaltete Herausgabe der Handlingar rörande Sveriges äldre nyare och nyaste historia (Bd. 1—9, Stockh. 1830—33), in welchen eine Menge von met mite Staatspapieren sowie auch sein Briefwechsel mit Karl XIII., dem Prinzen Christian August u. a. veröffentlicht wurden, verwickelte ihn 1831 in eine Untersuchung wegen Preßvergehen und zog ihm eine Geldstrafe zu. A. starb auf seinem Landgute Gustafswik in Wermland 23. Sept. 1835. — Der älteste seiner Söhne, Karl August, geb. 7. Juni 1810, gest. 5. Mai 1862 als Lieutenant und Kammerherr, machte sich zuerst 1830 durch einen Band von Gedichten bemerklich, denen später mehrere andere poetische und zahlreiche novellistische Arbeiten folgten, die er unter dem Namen Albano veröffentlichte. Vorzugsweise aber begründete er seinen litterarischen uf durch die histor. Arbeiten: 1809 Ars Revolution och dess mäno (2 Bde., Stockh. 1849), 41809 och 1810, Tidstafloro (3 Bde., Stockh. w1850) und Anteckningar om bortgängna Samtida (3 Bde., Stockh. 1859 —62).