FeedAsklepiädes (grch. Asklepiädes)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Asklepiädes (grch. Asklepiädes), aus Samos, Sohn des Sikelos, ½½ oft Sikelidas genannt, griech. Dichter, dessen Namen 39 meist erotische Epiramme in der «Anthologies tragen, die aber zum eil andern gleichnamigen Dichtern angehören mögen, war Freund und älterer Zeitgenosse des Theokrit. Die unter seinem Namen erhaltenen Gedichte sind außer in den Ausgaben der »Anthologiev „ ausgegeben und übersetzt von Hartung in „Die riech. Elegiker» (Bd. 2). Nach einem Dichter dieses amens sind die Asklepiadeischen Verse genannt, die, mit einem Spondeus beginnend und logaödisch (s. d.) schließend, im übrigen choriambisch sind: Nullam, Vare, sacra vite prius severis arborom. Jenen nennt man den kleinern, diesen den größern Asklepiadeischen Vers. Horaz braucht beide Verse allein oder er verbindet sie zuweilen auch mit andern Versen zu einer 2 nämlich mit dem Die eine Asklepiadeische Strophe besteht aus zwei kleinen Asklepiadeischen Versen, einem Pherekrateischen und einem Glykoneischen Verse.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 64Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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