Asplenium, Streifenfarn, von Linne benannte Farnkrautgattung aus der Familie der ihre Fruchthär welche sich dadurch auszeichnet, daß ihre Fruchthäufchen (s. unter Farnkräuter) auf der Fläche der Wedel gerade, abgebrochene Streifen bilden und von seitwärts durch den seiner wachsenen chleier, dessen oberer Rand frei 11 edeckt werden. Die Form der Wedel ist in dieser Gattung höchst verschieden, indem es Arten mit berem „lanzettförmigen oder länglichen, und ane mit in der verschiedenartigsten Weise zerteilten Wedeln, ferner Arten mit sehr kleinen und solche mit sehr großen Wedeln gibt. Die bei weitem meisten Arten dieser über die ganze Erde verbreiteten Gattung wachsen in den Tropengegenden, und viele derselben sind Zierden der Gewächshäuser geworden. Deutschland kommen neun Arten vor, unter denen sich A. Filix femina Bur., Trichomanes L. und Ruta muraria L. am häufigsten den. Erstgenanntes Farnkraut, der weibliche üpfelfarn, vielleicht das allerhäufigste in Deutschland, hat große, dreifach fiederschnittige Wedel und wurde wegen seiner kleinen Fruchthäufchen früher zu Aspidium gerechnet. Es wächst berall an schattigen, feuchten Orten mit humosem Boden, besonders üppig an Waldbächen. A. Trichomanes, Frauenhaar und Widerthon genannt, ist ein überaus zierliches, dichte Büschel oder Polster bildendes seherten⸗ mit höchstens 21 em langen, einfach gefiederten Wedeln, welche einen glänzend schwarzbraunen Stiel und rundliche gezähnte ungen Fel besitzen. Die Wedel dieses überall an schattigen Felsen wachsenden und deshalb auch zur Dekoration künstlicher Felspartien sehr geeigneten Farns waren als Herba Adianti rubri offizinell. A. Ruta muraria, die Mauerraute, ist ebenfalls ein zierliches, kleines, büschelbildendes, meist in Spalten alten Gemäuersz wa sendes Farnkraut, dessen im Umriß dreieckig-eiförmige Wedel doppelt gefiedert sind und verkehrt eiförmige, längliche oder rautenförmige, Poin Aain Fiederchen haben; auch sie waren als Folia Adianti albi offizinell. „Aspra, Flecken mit 1400 E. in der ital. Provinz Perugia, 20 km westsüdwestlich von Rieti, in izender 640 im Sabinergebirge.