FeedAstasie (grch.)
HimmelskundeBrockhaus 1882

Astasie (grch.), Unstätheit, Unruhe (besonders bei Kranken); astätis ch, unstät, unruhig, leicht bestatische Nadel heißt eine Magnetnadel bei welcher, mittels Gegenwirkung einer zweiten Magnetnadel, die richtende magnetische Kraft der Erde we 24r— worden ist. Die astatische Nadel besteht in ihrer gewöhnlichsten Form aus zwei Magnetnadeln, welche so verbunden sind, daß sie in einem kleinen Abstand parallel übereinander liegen, und zwar jeder Pol über dem ungleichnamigen der andern. Dadurch ist der Einfluß des Erdmagnetismus, welcher auf je einen dieser Doppelpole in entgegengesetzter Weise und in gleicher Stärke wirkt, ausgeboben: die Nadelverbindung bleibt folglich bei beliebiger Lage in Ruhe, solange keine andere magnetische Kraft als jene der Erde vorhanden ist. Sobald jedoch irgend eine magnetisierende, wenn auch geringe Kraft darauf wirkt, erfolgt eine Drehung der astatischen Nadel. Dieselbe wird daher angewendet, um das Dasein schwacher, auf Magnete wirkender Kräfte anzuzeigen. (S. Galvanometer.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 90Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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