Atheismus (gebildet aus dem griech. &Deos, d. i. ohne Gott oder gottlos das Dasein Gottes, oder die Meinung, daß die Vernunftidee von Gott, ma oder als moralische Weltordnun gefaßt werden, keine Realität oder Wirklichkeit habe. Leugnet man bloß die Möglichkeit eines 7 änglichen Beweises für das Sein Gottes, so laubt man aber das Nichtsein Gottes durch beogmatischer A., Gotte scheidet theoretischen und praktischen A. Jener verwirft bloß die objektive Realität der Gottesidee, betrachtet aber das Sittengesetz als das Regulativ unsers Strebens und Thuns, als das für uns verpflichtende Ideal; dieser nigen Verflechtung, in n . eistes das tesvorstellung gebracht hat, überall denen vorgeworsen, welche das Sittengesetz nicht als eine in der ernunft notwendig liegende Idee, sondern als eine usse en durch Erziehung und bürgerliche Verhältni nun in der Vorstellung der Menschen der Glaube an Gottes Daßer das Sittengesetz tenlosigkeit da Glaubens an Gott hinwir t, so ist zur Zeit eines tiefen sittlichen Verfalls immer auch der A. getreten, wie unter den alter des erikles, unte Augustus Zeit, im Mittelalter bei dem sittlichen Wer Periode in Frankreich vor der Revolu Aber andererseits mu au Sittlichkeit von der bloßen Idee Gottes betont weren, da, wie Kant treffend beweist, die sittliche Wüurde des Menschen von scendentale Natur des Geist zipien abhängt und unser sittl um so hö Furcht vor göttlicher •H oder Vospuung auf denen Menschen ein sehr verschiedener, ektiven Standpunkten ausging. So beschuldigten ie alten Griechen einige ihrer Philosophen, — lität der awarfen, Acheinen die Vielheit der Volks-Vorstellung von Gott als einer außerweltlichen Person aus, wenn man die alisten und —— shuldiete⸗ Fichte, S ling und Hegel) des A. bechuldigte, da sie doch nicht das Sein Gottes leugneten, sondern nur sein Sein als das einer von der Welt abgetrennten 5.) Chenso in Abrede stellten. (S. Pantheismus.) enso unzulässig ist es, den neuern Atomismus und terialismus, wie er sich angeblich als das philos. Ergebnis der exaktempirischen Naturforschung herausgestellt hat, als A. zu bezeichnen, denn die Vertreter dieses moderrnen „Monismus (Vogt Büchner, Moleschott) leugnen die Idee des göttlichen Seins, welches sie mit der Materie ( Rater ebenso wenig als die Pantheisten. (S. aterialismus.) Den theoretischen A. als ein Verbrechen ansehen und strafen zu wollen, ist ungerecht, da wissens + 1 berzeugungen nur unter der Bedingung vollkommener Denkfreiheit zu ½½½ Entwickelung gelangen können. Ebenso ann auch der praktische A. nur insoweit, als er in widergesetzlichen Thaten sich kundgibt, einer Bestrafung von seiten der bürgerlichen Gef ellschaft unterliegen.