Asenat s. Abchasen. Aseität (Aseitas) ist nach der Terminologie der Scholastik das Sein von und aus sich selbst (esse a se) im Gegensatze zu einem Sein, welches seinen Ursprung von einem andern hat. Weil nun alles endliche und zeitliche Wesen als ein vergängliches sein Sein von dem hat, woraus es entspringt und in das es zurückkehrt, so ist die A. ein auss ließliches Attribut des Unendlichen und Ewigen. Es liegt ebenso sehr im Begriffe des Unendlichen und Ewi15 daß es schlechthin ist, als im Begriffe des Endichen und Zeitlichen, daß es nur bedingungsweise ist. Den Beweis, daß es im Begriffe der Gottheit (als des unendlichen und ewigen Wesens) liege, zu existieren, nannten die Scholastiker den Weg der A. (via aseitatis). Er bildete den überzeugendsten unter den ontolog. Beweisen für das göttliche Dasein. 3u Ontologie.) Jedoch war ihre Auffassung des usammenhangs unter jenen Begriffen keineswegs eine kgrrekte, und es ist ein Hauptverdienst Kants, teils schon in seiner Schrift Der einzig mögliche Beweisgrund für das Dasein Gottess (1763), teils besonders in einer »Kritik der reinen Vernunfto, unter dem Titel einer Kritik des Ideals der Vernunft diesen Fehler in der scholastischen Beweisführung aufgedeckt und die Vorstellung der Gottheit als eines unbedingten Realgrundes aller Erscheinungen für eine im esen der Vernunft a priori begründete, aber durch die Mittel der Verstandeserkenntnis weder beweisbare noch widerlegbare Idee erklärt zu haben.